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Sportskanonen

19.07.2012

Dart-Team vom Dorf wird deutscher Meister

Sie bilden das Team Harrows, das deutscher Dart-Meister 2012 wurde: (von links) Karl und Hanne Jaut, Vereinswirt Christian Teuber, Sandra Koch, Kapitän Alexander Geis mit Pokal, Thomas Funke, Uwe Glashauser und Dieter Wolf. Es fehlen Martin Huber und Markus Nett.
Bild: Karl Kleiber

Neun schwäbische Freizeitsportler sind die Besten. Hauptinitiator der Harrows ist Alexander Geis aus Aichen. 2013 geht’s für zehn Tage zur WM nach Las Vegas

Eppishausen „David bezwingt Goliath“ könnte der Titel auch heißen, wenn man bedenkt, dass das Dart-Team Harrows, das sich aus Hobby-Pfeilwerfern mehrerer schwäbischer Dörfer zusammensetzt, die ganze Elite Deutschlands bezwungen hat und unlängst nationaler Meister in seiner Klasse geworden ist. Die Harrows waren übrigens gleich beim ersten Versuch erfolgreich – was auch ihr erklärtes Ziel war, als sie sich im September 2011 zusammentaten.

Der 44-jährige Alexander Geis („Zico“ genannt) aus Aichen im Landkreis Günzburg ist seit 25 Jahren Freizeit-Darter in Eppishausen/Unterallgäu. Da er stets nach Höherem strebte, rekrutierte er im vorigen Herbst aus seinem Stamm-Klub, den Killers Eppishausen, und den ehemaligen Simpsons aus dem Raum Neu-Ulm ein neunköpfiges Team, dessen erklärtes Ziel die deutsche Meisterschaft im Dart war.

Nachdem man zwei Spielzeiten in der Augsburger Dartliga absolviert hatte und zweimal Meister geworden war, durfte die Gruppe bei der deutschen Dart-Meisterschaft antreten. Gespielt wurde in einem großen Event-Center in Geiselwind, in dem etwa 200 Dart-Automaten standen. Zum Titelkampf waren 88 Mannschaften angetreten, eingeteilt in 16 Gruppen. In den Gruppen spielte jeder gegen jeden, wobei nur die beiden Ersten weiterkamen.

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Die erste Gruppen-Phase meisterten die Harrows souverän mit vier Siegen. Auch in der zweiten Phase blieb das Team ungeschlagen und zog ins Hauptfeld der besten 16 ein. Dort wehte ein anderer Wind, denn die Harrows trafen im ersten Spiel gleich auf die starken Joker aus Ulm. Nach den Einzeln und Doppeln stand es 3:3 und es kam zum entscheidenden Team-Game, das knapp gewonnen wurde. Es folgten weitere harte Nüsse aus Augsburg, Straubing und Mainz.

Das erste Match gegen Finalgegner Mainz hatte Eppishausen in der Verlängerung verloren. Aber das alles entscheidende Spiel gewannen die Schwaben wieder in der Verlängerung 4:3 und die Meisterschaft war geschafft.

Möglich war dieser Erfolg nach angaben von Kapitän „Zico“ nur durch die geschlossene und perfekte Mannschaftsleistung mit Alex Geis, Karl Jaut (beide Eppishausen), Uwe Glashauser, Thomas Funke (beide Neu-Ulm) und Ersatzspieler Markus Nett (Eppishausen).

Als Trophäe überreichte Willi Reichelt, Präsident des Deutschen Spielautomaten-Bundes, den Harrows einen imposanten Pokal und lud das Team zu einer kostenlosen zehntägigen Flugreise nach Las Vegas ein, wo die Schwaben im April 2013 als Vertreter Deutschlands um die Weltmeisterschaft kämpfen dürfen.

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