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Fußball-Landesliga

19.08.2011

Der Trainer sitzt weiter fest im Sattel

„Wenn mir jemand statt eines Trainers einen Wunderheiler verspricht, komme ich vielleicht ins Überlegen.“TSG-Abteilungsleiter Klaus Richter

Trotz des schwachen Saisonauftakts hält TSG-Abteilungsleiter Klaus Richter an Marco Chessa fest

Thannhausen Selten hat man eine Abteilungsleitung nach einem solch verkorksten Saisonauftakt so ruhig erlebt. Drei Zähler aus sieben Partien, Tabellenplatz 17. Und dennoch: Panik herrscht bei der TSG Thannhausen noch lange nicht. Eine Trainerdiskussion kommt in der Führungsriege des Fußball-Landesligisten nicht auf. Und das auch, wenn es am Samstag (15 Uhr) gegen den TSV Schwabmünchen nicht für den ersten Saisonerfolg reicht.

„Wir wussten schon vor der Saison, dass es für uns keine leichte Spielzeit wird“, sagt TSG-Abteilungsleiter Klaus Richter. „Wenn dann noch solch’ eine Verletztenliste dazukommt, wird es eben ganz schwer.“ Natürlich sei man bei der TSG mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht zufrieden. Gerade die Heimauftritte – in den bisherigen drei Partien setzte es für das Team von Marco Chessa ausschließlich Niederlagen – sorgten zuletzt für etwas Unmut. Vor allem bei den verwöhnten Fans der TSG stieg der Unmut über die gezeigten Leistungen. Und dennoch: Am Übungsleiter hält Richter fest: „Wenn mir jemand statt eines Trainers einen Wunderheiler verspricht, komme ich ins Überlegen“, sagt der Abteilungsleiter schmunzelnd. „Aber ehrlich: Für uns gibt es im Moment keinen Grund für eine Reaktion. Der Trainer sitzt ganz sicher in seinem Amt.“

Zusammen mit seinem sportlichen Leiter Armin Berchtold und A-Jugend-Trainer Edi Knöpfle habe Richter die sportliche Situation analysiert. Fazit: Es liegt nicht am Trainer. Vielmehr wird der TSG momentan das zum Verhängnis, wovon sie im vergangenen Jahr verschont blieb: das Verletzungspech. Ausfälle wie Stefan Selig und Stefan Winzig sind für den jungen Kader einfach nicht zu kompensieren. Auch wenn Richter feststellt, dass diese Sorgen nicht als Alibi verstanden werden dürfen. „Wir haben oft auch nicht die Leistung gebracht, die wir uns versprochen haben“, kritisiert er seine Mannschaft. „Die Jungs haben gezeigt, dass sie es können.“ Nur eben zu selten.

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Und gerade in den Heimspielen zeigte sich das junge Team – das Durchschnittsalter am Mittwoch in Kirchanschöring betrug 21,6 Jahre – von seiner schlechten Seite. Das soll gegen den TSV Schwabmünchen nun endlich anders werden. Ein Erfolgserlebnis müsse her – für Spieler, Trainer und Fans. Was könnte da besser kommen als ein Derby gegen einen ebenfalls angeschlagenen Gegner. Denn auch die Gäste aus dem Landkreis Augsburg konnten die in sie gesteckten Erwartungen bisher nur teilweise erfüllen. Acht Punkte aus sieben Begegnungen – sechs davon in den vergangenen drei Partien – war nicht das, was man sich in Schwabmünchen vorstellte.

Dort träumte man nach der Verpflichtung von Neutrainer Guido Kandziora – er beerbte im Sommer Markus Deibler – von mehr. Nicht ganz zu unrecht: Rein personell gehören die Gäste nämlich in andere Tabellenregionen. Mit Michael Zerle, Michael Fischer (beide TSV Aindling) und Andreas Rucht (FC Memmingen) konnten drei echte Hochkaräter verpflichtet werden.

Qualität, die sicher ihren Preis hat. Die aber eben auch für die nötigen Punkte sorgen soll. Trotzdem sieht Richter sein Team auf Augenhöhe mit Schwabmünchen: „Der TSV ist eine der Mannschaften, die ich in unserem Bereich einschätze“, sagt der TSG-Abteilungsleiter. „Es muss jetzt endlich der erste Sieg her. Darauf warten alle im Verein und den wollen wir am Samstag jetzt endlich einfahren.“

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