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München überschreitet Corona-Grenzwert

05.07.2010

Die Vernunft hat gesiegt

Die siegreichen Mannschaften: der SV Mindelzell bei den Herren (hintere Reihe), der TSV Behlinngen-Ried in der Mixedklasse (mittlere Reihe) und der SV Mindelzell bei den Frauen (vorne). Fotos: Alois Thoma

Deisenhausen. Die (Hitze)Schlacht ist geschlagen. Gesiegt hat in erster Linie die Vernunft. Obwohl das Thermometer die 30 Grad-Marke locker überschritten hatte, gab es bei der Neuauflage des Landkreislaufes keine nennenswerten Zwischenfälle. Die über 1000 Läufer überstanden die Tortur unbeschadet, auch wenn mancher nahe am Handtuchwurf war.

"Zwischendurch denkt man bei der Hitze schon ans Aufhören", verriet Franziska Brandner, nachdem sie ausgepumpt an der Wechselstelle angekommen war. Die Mitläufer seien es, sagte sie, die einen motivieren, es nicht zu tun.

Manch einer war nahe daran, Abkühlung in einem der Fischweiher oder der auf dem Schlussabschnitt wegbegleitenden Günz zu suchen. Fast die gesamte Distanz von 4,3 Kilometer waren die Läufer der sengenden Sonne ausgesetzt. "Wir hätten die Strecke gerne durchs schattige Augsburger Hölzle geführt, aber der Privatwaldbesitzer hat dazu keine Genehmigung erteilt", bedauerte Gerhard Bachthaler, Cheforganisator von der Laufgruppe des SV Deisenhausen, die das Laufevent mustergültig ausrichtete.

Weit über 30 Grad im Schatten hinderten freilich den Spitzenläufer des SV Mindelzell, Achim Zimmermann, nicht, die 4,3 Kilometer in 14,56 Minuten zurückzulegen und damit die schnellste Zeit aller Teilnehmer zu erzielen. Weitaus bescheidener gaben sich die reinen Hobbyläufer. Ob nun 20, 25 oder gar 30 Minuten für die Runde - wichtig war an diesem Tag, heil durchzukommen.

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Bezeichnend für das Laufevent war wiederum die Begeisterung, die innerhalb der Teams entflammt wurde und die erreichte Platzierung in den Hintergrund rückte. In einigen Firmenteams lief sogar der Chef mit, der natürlich besonders angefeuert wurde. "Der hat heute mal mehr geschwitzt als die Angestellten", scherzte ein Mitläufer hinter vorgehaltener Hand.

Heiß begehrt waren nicht nur die Getränkebar der AOK und bei der Siegerehrung die obligatorischen T-Shirts. Heiß begehrt war natürlich auch ein Platz im Zelt während der Übertragung des WM-Viertelfinalspieles Deutschland gegen Argentinien. Dadurch verlor der Landkreislauf freilich vorübergehend etwas an Atmosphäre, nicht aber an Attraktivität. Und so wird es auch im nächsten Jahr einen Landkreislauf geben. Der wird von jenem Verein ausgerichtet, der in Deisenhausen die meisten Mannschaften (9) ins Rennen schickte: dem SV Mindelzell. Da hofft dann Kreisvorsitzender Fritz Birkner wieder auf die Unterstützung der Sponsoren (Sparkasse Günzburg-Krumbach, LBS, DEKA, AOK Günzburg, Kernkraftwerk Gundremmingen, Creaton, KOMO, Schlossbrauerei Autenried und Intersport Wolf), "denn ohne sie könnte der Landkreislauf in der Form nicht durchgeführt werden".

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