Handball

16.07.2019

Ein erster Härtetest

Lukas Bär (links) war einer der besten Spieler im Günzburger Trikot. Hier ist er gegen die HSG Konstanz im Einsatz, gegen die es auch in der Liga geht.
Bild: Ernst Mayer

Beim ersten hauseigenen Turnier zeigt der Günzburger Nachwuchs bereits gute Ansätze. Zwei andere A-Jugend-Bundesligisten ragen in der Rebayhalle aber heraus

Sechs Handball-Mannschaften aus Bayern und Baden-Württemberg, allesamt gestandene Teams aus der A-Jugend-Bundesliga, waren am Sonntag in Günzburg zum ersten A-Jugend-Turnier des VfL Günzburg zu Gast. Auch die Gastgeber selbst mischten mit und landeten am Ende auf dem vierten Platz. Den Sieg sicherte sich der Nachwuchs des Handball-Bundesligisten Frisch Auf Göppingen.

Der VfL um Trainer Stephan Hofmeister startete mit einer knappen 18:20-Niederlage gegen die SG Pforzheim-Eutingen ins Turnier. Die Abwehr stand nicht immer wie gewünscht und auch im Angriff lief es noch nicht rund. Gerade für die jüngeren Spieler Max Reiner, Tino Pinkl, Kilian Grimm, Moritz Fieger und Leon Guckler, die neu in der Mannschaft sind, war es aber wichtig, die Trainingsinhalte unter Wettkampfbedingungen anzuwenden. Sie traten auf dem Spielfeld bereits durchaus selbstbewusst auf.

Doch durch die Niederlage war die Chance der Günzburger auf das Endspiel vor heimischem Publikum in der Rebayhalle bereits futsch. Denn die Gruppengegner HSG Konstanz und Pforzheim trennten sich in einem hitzigen Duell, in dem die Jungs vom Bodensee lange geführt hatten, mit 18:18. Damit war klar: Pforzheim bestreitet das Endspiel, für Günzburg ging es gegen Konstanz darum, ins Spiel um Bronze zu kommen.

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Adam Czako lieferte, wie schon beim Turnier in Großwallstadt, eine starke Leistung ab und so wogte das Geschehen erst einmal ausgeglichen hin und her. In der zweiten Halbzeit setzte besonders Alexander Jahn nach langer Wettkampfpause wichtige Akzente. Mit seiner Spielübersicht gelangen ihm selbst oder, nach herrlichen Anspielen an den Kreis, Sebastian Grabher etliche einfache Tore ohne großen Krafteinsatz. Das machte den Unterschied, es sparte „Körner“ und am Ende siegten die Gastgeber mit 25:22.

In der anderen Gruppe wurde Frisch Auf Göppingen seiner Favoritenrolle gerecht. Gegen Bundesliga-Neuling TSV Allach siegten die Württemberger locker mit 17:12. Auch im zweiten Gruppenspiel setzte sich Göppingen durch und besiegte die Großwallstädter Junioren-Akademie deutlich mit 18:10. Damit stand Frisch Auf als Finalist fest. Im Spiel TV Großwallstadt gegen TSV Allach ging es um die Platzierungsspiele. Hier gewann der TSV mit 24:17 und war damit Gegner der Günzburger im Spiel um Platz drei.

Im südbayerischen Duell unterlagen die Weinroten dann aber deutlich mit 16:23. In der Abwehr erfüllten nur noch Frieder Bandlow und Lukas Bär ihre Aufgaben wirkungsvoll, außerdem wechselte Trainer Hofmeister sehr viel, um jedem Einzelnen Spielanteile zu gewähren. Eingespielte Strukturen waren da aber natürlich nicht zu sehen. Auch solche Rückschläge für den Moment gehören zur Entwicklung einer „Vorbereitung“, die nicht umsonst diesen Namen trägt.

Wenn der VfL vollzählig antreten kann – es fehlten die Bayernauswahlspieler Louis Dück und Marius Waldmann – wird man auch in der Saison 2019/20 eine gute Rolle in der Jugend-Bundesliga spielen.

Das beste Spiel des Tages lieferten sich im Endspiel Pforzheim und Göppingen. Beide unterstrichen damit ihre Anwartschaft auf einen Spitzenplatz in der kommenden Spielzeit. Frisch Auf gewann in einer fetzigen, tempogeladenen Begegnung mit 20:17. Ganz stark bei den Grün-Weißen Tim Kaulitz aus Ottobeuren, der in der B-Jugend beim VfL gespielt hatte. Mit einem Kraftakt konnte außerdem Großwallstadt nach verpasstem Spielstart und aufopferungsvollem Kampf das Spiel um Platz fünf gewinnen.

VfL-Manager Siegfried Walburger war mit dem organisatorischen Ablauf sehr zufrieden. Eltern und Spieler hatten zahlreich geholfen, das Turnier auf die Beine zu stellen. Zum „BTT“ (Beliebtester Turnier-Teilnehmer) wurde Hans-Peter Beer gewählt, der nicht nur das VfL-Team, sondern alle Mannschaften physiotherapeutisch versorgte. Viele Spielereltern waren mit nach Günzburg gereist, sodass auch die Atmosphäre in der Halle passte. Einer Wiederholung des Turniers steht nichts im Wege. (zg)

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