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Tennis

08.05.2015

Getrennte Wege – aber nur in der Liga

Zwei schwäbische Meister aus Krumbach: Milan Bayerl siegte bei den Herren 50 und Michaela Bayerlova bei den Damen.
Bild: Sammlung Bayerl

Michaela Bayerlova spielt Regionalliga in Augsburg. Ihr Vater peilt mit den Mannschaften des TC Rot-Weiß Krumbach den Klassenerhalt in der Landesliga an. Für die Männer wird’s schwer

Neu aufgestellt gehen die Tennis-Damen des TC Rot-Weiß Krumbach am Wochenende in die Landesligasaison. Ziel ist der Klassenerhalt. Die gleiche Maßgabe gilt für die Männer, die es angesichts der starken Konkurrenz und vieler Verletzungsprobleme allerdings deutlich schwerer haben dürften.

Die Damen starten am Sonntag mit einem Spiel gegen den großen Meisterschaftsfavoriten TC Aschheim in die Saison. Nicht mehr dabei sein wird Ausnahmetalent Michaela Bayerlova. Die 16-Jährige spielt in dieser Saison in der Regionalliga für den TC Schwaben Augsburg. „Das war der logische Schritt. Die Regionalliga ist sportlich und auch finanziell interessant“, sagt Milan Bayerl, der weiter Trainer des TC Rot-Weiß ist. Zuletzt haben er und seine Tochter einen großen Erfolg gefeiert: Während Michaela Bayerlova bei den Damen die schwäbische Meisterschaft holte, siegte der Vater bei den Herren 50.

Den Platz als Nummer eins im Krumbacher Landesligakader übernimmt mit Eva-Marie Voracek ein großes Talent, das sich mittlerweile auch in Leistungsklasse eins etabliert hat. Mit Kristyna Rouckova und Sabina Drabkova sowie der bereits bekannten Kristyna Kovackova werden drei Tschechinnen den TC verstärken – allerdings abwechselnd. „Unsere Philosophie bleibt, mit Spielerinnen aus Krumbach und jungen Talenten aus dem Umkreis anzutreten“, sagt Bayerl.

Allerdings hat der Verein kurzfristig einen Rückschlag hinnehmen müssen. Mit Annalisa Turtl hatte der TC in der vergangenen Saison ein großes Talent aus Oberbayern verpflichtet. Doch vor Kurzem erhob der dortige Tennisverband Einspruch gegen ihr Engagement in Krumbach. „Es hieß, dass sie auch in Oberbayern spielen muss, wenn sie vom Verband gefördert wird“, sagt Bayerl.

Kurzfristig eine deutsche Spielerin als Ersatz zu finden sei nicht einfach gewesen, sagt der Trainer. So war die Freude groß, dass sich ein weiteres Nachwuchstalent für Krumbach entschied: Aus Augsburg wechselte Finja Pollen (Jahrgang 2002) zum TC Rot-Weiß und trainiert auch bei Milan Bayerl.

Dazu kommt der „Krumbacher Kern“ des Teams: Lisa Striegel, Simone Rieger und Susanne Völk komplettieren am ersten Spieltag das Team der Rot-Weißen. Alle drei arbeiten mittlerweile auswärts, halten dem Verein aber die Treue. Der Klassenerhalt sei für das Team allemal drin – beim Heimspiel gegen Aufstiegsfavorit Aschheim hängen die Trauben aber erst einmal sehr hoch, sagt der Trainer.

Bei den Männern wird der Ligaverbleib eine deutlich schwerere Nummer. Das liegt auch an der Zusammensetzung der Liga: „Da sind brutal starke Mannschaften dabei“, sagt Milan Bayerl. Einen ersten Eindruck wird es am ersten Spieltag geben, wenn mit der TeG Dachau ein Topteam nach Krumbach kommt. Mit Maximilian Oettle und dem Tschechen Tomas Karluzik stehen zwei LK1-Spieler in den Reihen der Krumbacher, beim Gegner sind es deren neun.

Neu im Krumbacher Kader sind die Tschechen Tomas Josefus und Tomas Lojka, dazu kommen Kaluzik und der aus dem vergangenen Jahr bekannte Michal Mateasko, die sich, wie bei den Damen, mit Einsätzen abwechseln werden. Auch bei den Männern liegt der Fokus auf den heimischen Spielern: Benjamin Prötzel, Udo Frick, Nicolas Mauerhoff, Stefan Liebl und Niklas Tauber werden einige Einsätze bekommen. Prötzel schlägt aber meist bei der Herren-30-Mannschaft auf, Milan Bayerl will in dem Landesliga nur noch aushilfsweise mitspielen.

Wie oft das nötig wird, muss sich zeigen. Denn die Krumbacher plagen enorme Verletzungssorgen: Bei Oettle muss sich zeigen, wie viele Spiele er machen kann. Udo Frick und Stefan Liebl fielen im vergangenen Jahr für mehrere Monate aus. Bei beiden ist fraglich, wie belastbar sie sind. „Das trifft uns schwer, weil alle drei feste Größen unserer Mannschaft sind“, sagt Milan Bayerl. Ein weiterer – aber deutlich kleinerer – Störfaktor sei die Tatsache, dass die Finanzierung der Saison noch nicht komplett in trockenen Tüchern ist.

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