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Handball-Bayernliga

09.12.2019

Günzburg springt an die Spitze

Pascal Buck, Patrick Bieber und Stephan Jahn (von links) bejubeln den Sieg gegen Anzing.
Bild: Ernst Mayer

VfL lässt „Angstgegner“ Anzing trotz harten Beginns keine Chance

Mit einem deutlichen Sieg gegen den bisherigen Angstgegner SV Anzing haben die Bayernliga-Handballer des VfL Günzburg ihren Höhenflug fortgesetzt. Trotz einiger Ausfälle zeigten die Spieler von Trainer Gábor Czakó erneut eine Leistung an der oberen Grenze, gewannen mit 36:25 (14:8) und stehen damit punktgleich mit Haspo Bayreuth der TG Landshut an der Tabellenspitze.

In der Rebayhalle trafen zwei Teams aufeinander, die ihre Spiele meist aus einer starken Abwehrleistung heraus gewinnen. Von Anfang an war klar, dass der Angriff des jeweiligen Gegners einiges leisten musste, um zum Torerfolg zu kommen. Dies schlug sich dann auch direkt im Spielbericht nieder. Bevor die Gäste mit dem ersten Tor der Partie das einzige Mal in Führung gingen, waren schon vier Gelbe Karten und eine Zwei-Minuten-Strafe verteilt und der Günzburger Linksaußen David Pfetsch fiel mit einer Gehirnerschütterung für das restliche Spiel aus.

Das insgesamt sehr gut pfeifende Schiedsrichtergespann Langner/Liebsch schaffte es dann im Folgenden, die Härte des Spiels auch durch weitere progressive Strafen auf ein erträgliches Maß auf beiden Seiten zu reduzieren. In der VfL-Abwehr wurde nun zwar nicht mehr so hart gespielt, dafür umso mehr gelaufen. Insbesondere Julian Ruckdäschel wuselte auf der offensiven Position nur so umher und trieb seine früheren Teamkameraden oft zur Verzweiflung. Sollte dann doch mal ein Ball den Weg Richtung Tor finden, hielt Torwart Patrick Bieber teils spektakulär seinen Kasten sauber.

Günzburg springt an die Spitze

Im Gegenzug lief der Angriff das erneut auf Hochtouren. Enorm viel investierten die Günzburger, um die Abwehrreihen der Löwen zu durchbrechen. Und fast jedes Mal nach den ersten zehn Minuten war das Unterfangen von Erfolg gekrönt. Der stärkste VfL-Spieler an diesem Tag, Pascal Buck, feuerte aus allen Rohren in Richtung des gegnerischen Torwarts und konnte in der 18. Minute das Tor zum ersten größeren Abstand (10:5) erzielen. Gästetrainer Hubert Müller sah sich nun gezwungen, seine Abwehr deutlich offensiver einzustellen. Taktikfuchs Nico Jensen ließ sich davon aber nicht beirren und lenkte die Torabschlüsse nun über seine Kreisläufer. Niko Hermann und Daniel Jäger stellten mit drei Toren den Halbzeitstand von 14:8 her.

Taktisch musste Coach Czakó kaum nachjustieren. Doch er versuchte, die Last auf mehr Schultern zu verteilen und wechselte viel in Hälfte zwei. Jeder Spieler konnte an diesem Tag zum Teil auf ungewohnten Positionen eine bayernligataugliche Leistung zeigen. Den Brüdern Stephan und Michael Jahn sollte der Auftakt zu den letzten 30 Minuten gehören. Fast schon die Vorentscheidung war beim 19:10 (38.) gefallen, als Stephan Jahn blitzsauber von Linksaußen einnetzte. Im Anschluss wurde, auch aufgrund der nun nachlassenden Kräfte, ein wenig die Abwehr vernachlässigt. Für den Spielverlauf war das nicht weiter schlimm, aber Keeper Patrick Rösch war nun öfter zu Paraden gezwungen und musste auch häufiger hinter sich greifen. Trotzdem ermöglichte er den ersten Zehn-Tore-Abstand (24:14) in der 44. Minute.

Die anfängliche Härte war nun komplett aus dem Spiel heraus und die letzten 15 Minuten zeigten beide Seiten guten Handball. Auf Günzburger Seite konnte nun Abwehrrecke Yannick Meye sein Talent auch im Angriff unter Beweis stellen und die Gegenseite zeigte noch einige schöne Aktionen, bevor die Schiedsrichter das Spiel beim Stand von 36:25 abpfiffen.

Durch das Remis zwischen Regensburg und Bayreuth stehen die Günzburger das erste Mal seit langer Zeit an der Spitze der Bayernliga und teilen sich den ersten Rang mit 18:4 Punkten mit Landshut und Bayreuth. So kommt es im ersten Heimspiel des neuen Jahres am 12. Januar zum Spitzenduell gegen Haspo Bayreuth. (zg)

VfL Günzburg Bieber, Rösch; Pfetsch, M. Jahn (5), S. Jahn (3/1), Buck (10/2), Ruckdäschel (2), Meye (1), Jensen (4), N. Hermann (6), Jäger (5)

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