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Handball

19.11.2019

Günzburger A-Junioren straucheln – aber sie fallen nicht

Louis Dück (rechts) zählte gegen den TV Hochdorf zu den überragenden Spielen im Günzburger Trikot.
Foto: Ernst Mayer

VfL-Nachwuchs holt im Kellerduell den zweiten Saisonsieg. Zu verdanken ist der Erfolg den Routiniers im Team

Nach den Männern und Frauen haben auch die A-Junioren des VfL Günzburg am Wochenende einen Sieg eingefahren. Gegen den TV Hochdorf gewannen die Nachwuchshandballer vor rund 300 Zuschauern mit 28:26 (15:10). Zur Wahrheit gehört aber auch: Der Sieg des Vorletzten gegen den Letzten der A-Jugend-Bundesliga Süd war am Ende glücklich.

Die Stimmung bei Spielbeginn war prächtig. Der TV Hochdorf war mit einem Fanbus angereist und schon beim Aufwärmen merkte man: Da war eine Mannschaft angereist, die die ungeliebte „rote Laterne“ unbedingt an der Donau lassen wollte. Mit von der Partie waren in Günzburg auch die Vöhringer Cheerleader „Red Cats“ und heizten die Stimmung vor und während der Wettkampfunterbrechungen an.

Die Günzburger Alexander Jahn, Sebastian Grabher und Louis Dück erzielten die ersten drei Treffer der Begegnung. Die VfL-Abwehr musste von Anfang an Schwerstarbeit verrichten. Besonders aus dem linken Hochdorfer Rückraum kam jede Menge Druck. Früh geriet Torwart Moritz Fieger in den Fokus. Er sollte zum besten Spieler der ersten Halbzeit werden. Gleich reihenweise entschärfte der Keeper Großchancen, besonders von außen und von der Siebenmetermarke. Der Drei-Tore-Vorsprung hielt bis zum 7:4. Frieder Bandlow und Sebastian Grabher bauten ihn auf 9:4 aus. Am höchsten war er beim 15:9, ehe Jonas Böckly zum 15:10-Halbzeitstand verkürzte. Das liest sich alles sehr locker. Doch der weit gereiste Gast gab wirklich alles und war auf etlichen Positionen körperlich überlegen.

Nach Wiederanpfiff kamen die Gäste bis zur 41. Minute auf 17:14 heran. Schon hier spürte das Günzburger Publikum: Das kann noch eng werden. Bei den Hochdorfern veränderte sich körperlich scheinbar rein gar nichts. Die VfL-Spieler hingegen wurden immer müder. Über Wochen war in sehr kleiner Gruppe trainiert worden und auch bei den Spielen gab es wenig Auswechselmöglichkeiten. Ausgerechnet bei den am stärksten belasteten Lukas Bär, Louis Dück und Frieder Bandlow zeigten sich aber keine Ermüdungserscheinungen. Sie sollten die nächsten zehn VfL-Treffer alleine markieren. Zum auffälligsten Spieler wurde dabei Kreisläufer Dück, der am Vortag noch vor über 1000 Zuschauern beim Drittligisten Saarlouis gespielt hatte. Er fing selbst knifflige Kreisanspiele und verwandelte teilweise spektakulär.

Auch weil die Rückraumlinks-Gegner vorübergehend außer Abwehrkontrolle gerieten, rückte der TV Hochdorf dann näher und näher. VfL-Tore wurden Mangelware. In einer Auszeit schwor VfL-Trainer Hofmeister seine Routiniers Dück, Bandlow und Bär ein. Auf sie war Verlass. Zwei wichtige Treffer fielen. In der 57. Minute, beim Stand vom 27:23, schienen die weinroten Felle Richtung Rheinland-Pfalz zu schwimmen, als die Gäste zweimal trafen und Frieder Bandlow, der hinten einmal mehr eine zupackende Leistung bot, eine Zeitstrafe erhielt.

Es galt, in Unterzahl der offenen Manndeckung, Herr zu werden. Das ging noch zu Saisonbeginn regelmäßig schief. Bei Minute 59:19 kam der Anschlusstreffer, ehe Linksaußen Konstantin Pinkl das erlösende letzte Tor zum 28:26 gelang. Viel länger hätte die Begegnung nicht gehen dürfen.

Die nächsten beiden Wochenenden sind spielfrei. Im Dezember geht es dann für die A-Junioren mit der Pokalrunde weiter. (zg)

VfL Günzburg Freund, Fieger; Bandlow (9/2), Pinkl (3), Sperandio, Schuller, Dück (10), Grabher (2), Bär, Jahn (2), Reiner

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