Newsticker

Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf höchstem Stand seit April
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Lokalsport
  4. Kapitän Dischl stiehlt den Torjägern die Schau

22.03.2009

Kapitän Dischl stiehlt den Torjägern die Schau

Thannhausen Die Erfolge sprießen wieder bei der TSG Thannhausen. Dem 2:1-Auswärtssieg in Schweinfurt vor einer Woche folgte nun einen Tag nach dem kalendarischen Frühlingsanfang vor 500 Zuschauern ein verdienter 2:1-Heimsieg gegen den FC Ismaning. Dieses Frühlingserwachen auf eigenem Platz bescherte den Thannhausern ein Mann, der im letzten Spiel vor der Winterpause und im ersten Spiel danach wegen einer Rotsperre noch auf Eis gelegen hatte: Marian Dischl. Der ins Team zurückgekehrte Kapitän erzielte nämlich beide Treffer der Mindelstädter (54. und 63. Minute) und sorgte nach dem 0:1-Halbzeitrückstand noch für eine gelungene Revanche für die 0:6-Hinrundenpleite.

Dischl stahl damit den beiden Top-Torjägern der Bayernliga die Schau, denn weder Srdan Stevanovic (TSG) noch Mijo Stijepic (FCI) konnten ihre Torgefährlichkeit entsprechend unter Beweis stellen, geschweige denn ihr Trefferkonto (je 17) erhöhen.

Das freilich war aus Sicht der Gastgeber nur zweitrangig. "An Dischl kommt man nicht vorbei", hatte TSG-Trainer Oliver Schmid im Vorfeld seine Entscheidung begründet, die Erfolgself der Vorwoche wegen der Rückkehr Dischls umzubauen. Und er sollte recht behalten.

Nach seiner Rotsperre hielt der Kapitän nicht nur seine Abwehr zusammen, sondern tauchte bei Standardsituationen immer wieder im Angriffszentrum auf. Mit Erfolg. Nach einem Eckball gewann Dischl den Luftkampf gegen FC-Keeper Jan Schlösser, Martin Wiesmüller bekam das Leder vor die Beine, sein Schuss wurde jedoch abgewehrt, aber den Nachschuss versenkte dann Dischl aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich.

Kapitän Dischl stiehlt den Torjägern die Schau

Nur neun Minuten später erneut Eckball für die TSG. Diesmal leistete der TSG-Kapitän gleich im ersten Versuch ganze Arbeit und ließ mit seinem Kopfball Ersatztorhüter Markus Kick keine Chance.

Wutausbruch in der Kabine

Kicks unvorhergesehener Einsatz hatte eine unrühmliche Vorgeschichte. Der etatmäßige Keeper Schlösser war nach dem ersten Thannhauser Treffer zu unbeherrscht, wurde wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz gestellt und ließ dann seine Wut auch noch an der Tür zur Umkleidekabine aus.

Ausgangspunkt zu den zahlreichen gefährlichen Standardsituationen der TSG Thannhausen war fast durchwegs Neuzugang Ralf Zimmermann. Zunächst noch der Pechvogel, als sein ungestümes Eingreifen gegen Sascha Steinacher in der 7. Minute zum Elfmeter (sicher verwandelt von Thomas Schwarzbauer) und 0:1-Rückstand führte, doch danach eilte Zimmermann von einer Seite auf die andere, um mit angeschnittenen Eckbällen und Freistößen immer wieder für brenzlige Situationen im Ismaninger Strafraum zu sorgen.

Vergebliche Versuche

Der erfolgreiche Abschluss dieser Standards ließ aber zunächst auf sich warten. Stefan Mittelbach (12. Minute), dann zweimal Stevanoviv (15. und 27.) und Peter Struck (38.) konnten Zimmermanns Hereingaben nicht im Tor unterbringen. Michael Wieser hingegen hatte Pech mit einem Pfostenschuss (25.) und platzierte einem Heber (38.), knapp neben dem langen Pfosten. Der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt möglich und auch verdient gewesen. Eine Minute vor der Pause hätte beinahe Patrick Irmler den Spielverlauf auf den Kopf gestellt, doch TSG-Keeper Sebastian Steidles Parade verhinderte das 0:2.

Trotz Überzahl kein Selbstläufer

Dischls Treffer zur Wende und der Platzverweis des FCI-Keepers - die Sache schien für die TSG ab Mitte der zweiten Halbzeit gelaufen. Doch die Partie wurde alles andere als ein Selbstläufer. Einserseits, weil die Gäste trotz Unterzahl nie aufsteckten, andererseits, weil die Thannhauser es versäumten, das alles entscheidende dritte Tor zu machen. Der unermüdliche Antreiber Stefan Selig verpasste dies mit einem Kopfball (73.) und auch die allein auf Ersatztorwart Kick zulaufende Strumspitze Wieser sorgte nicht für die Erlösung, sondern schob den Ball am Posten vorbei. Doch es hat auch so gereicht, um endlich wieder einen Heimsieg feiern zu können. Der letzte datierte nämlich vom 30. August 2008 (3:0 gegen den Würzburger FV).

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren