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Handball-Landesliga

09.12.2019

Mit Kampf zum Überraschungssieg

Oliver Blösch (in blau) machte gegen Allach sein wohl bisher bestes Spiel in der Landesliga.
Bild: Ernst Mayer

Dank eines überragenden Rückraums schlägt Niederraunau den TSV Allach mit 28:26. Ein Spieler ragt besonders heraus

Die Serie hat gehalten! Vollkommen überraschend bezwangen die Handballer des TSV Niederraunau den hohen Favoriten TSV Allach 09 mit 28:26 (14:11) und sind in dieser Saison im heimischen Schulzentrum in Krumbach weiter ohne Punktverlust.

Dabei waren die Voraussetzungen vor dem Landesliga-Duell nicht gerade bestens. Im Vorspiel hatte die Raunauer A-Jugend eine wenig berauschende Vorstellung gezeigt und als hoher Favorit das Landesliga-Spiel gegen Altenerding „nur“ mit 28:24 für sich entschieden. Beinahe folgerichtig setzte Männer-Trainer Mihaly More dieses Mal nicht so sehr auf die A-Junioren Moritz Kornegger, Vinzenz Hegenbart und Valentin Baumgarten. Er tauschte die explosive Wurfkraft von Kornegger gegen das eher sicherheitsorientierte Spiel von Oliver Blösch. Der bedankte sich für das Vertrauen eindrucksvoll. Mit seinen großen Schritten und schnellem Antritt düpierte er die Allacher Abwehr immer wieder und machte mit sieben Feldtreffern wohl sein bisher bestes Spiel in der Landesliga.

Die Unberechenbarkeit im Spiel der Raunauer verblüfft immer wieder. Nahezu in jedem Spiel ragt ein anderer Rückraumspieler heraus. Im Tor begann Armin Hessheimer – eine weitere überraschende Aufstellungsvariante. Auch dieser rechtfertigte das Vertrauen des Trainers und zeigte eine sehr gute Leistung. Auf der anderen Seite ging Allach leicht gehandicapt ins Spiel. Die A-Jugend der Münchner, die derzeit in der Bundesliga-Hauptrunde für Furore sorgt, trat am selbem Tag in Gummersbach an und konnte so die Männermannschaft nicht verstärken. Dennoch ging das Team um Trainer Martin Haider mit seinen vielen langjährigen Landesligaspielern als klarer Favorit ins Duell mit den Raunauer Jungs.

Mit Kampf zum Überraschungssieg

Die hielten aber satt dagegen. „Abwehrtier“ Christoph Schäfer bewies einmal mehr seine bestechende Form. Ihm gelingt es immer mehr, seine Nebenleute auf seinen kämpferischen Stil einzuschwören. Schwerstarbeit hatten er und Johannes Rosenberger gegen den massiven Allacher Kreisläufer Maximilian Zilz zu verrichten. Eine Schwäche erlaubte sich die Formation allerdings weiterhin. Nahezu jeder Abpraller landete bei Zilz, der dann ungehindert verwandeln konnte. Nach 15 Minuten hatte Schäfer schon die zweite Zwei-Minuten-Strafe auf dem Konto und musste fortan vorsichtiger agieren.

Beim 7:4 nach Kontertor von Björn Egger war der erste Abstand erreicht. Doch Allach glich zum 8:8 aus. Um das Angriffsspiel noch sicherer zu machen, wurde nun Mathias Waldmann in die Schaltzentrale beordert. Das tat gut, Raunau lag zur Halbzeit mit 14:11 in Front. Dabei stand es eine gefühlte Ewigkeit 12:10, ehe Florian Rothermel und Egger Abstand erzeugten.

Der Vorsprung hielt sich lange, bis die Allacher zum 17:15 näher kamen. Aber wieder einmal explodierte Blösch mit seinem bis dahin vierten Treffer. Aber dann ging aus dem Rückraum kaum mehr etwas. Der Erfolg wurde über den Kreis gesucht. Mehrfach kam der Ball über Egger zu Sadlo und dann, in der zweiten Formation, von Waldmann zu Baumgarten, der so seine ersten Landesligatreffer erzielte. Allach antwortete fast immer und dennoch wurde der Abstand größer und stabiler. Beim 25:20, wieder durch Blösch, fiel die Vorentscheidung. Allach versuchte alles und spielte mit sieben Feldspielern. Doch selbst ein Kopftreffer gegen Hessheimer warf niemanden um. Die Raunauer ließen den Vorsprung zwar schmelzen, holten aber den verdienten Sieg ohne jede Gefahr. Ein solches Spiel hatten sie gegen Würm-Mitte noch aus der Hand zu geben. (walp)

TSV Niederraunau Hessheimer, Jekle; Kiebler (2/1), Rothermel (1), A. Thalhofer (2), Schäfer, Sadlo (5), Waldmann (3/1), Hegenbart, Egger (3), Blösch (7), Kornegger, Rosenberger (2), Baumgarten (3)

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