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Handball

14.01.2020

Nächster Rückschlag für den VfL-Nachwuchs

Lange hielten die A-Junioren des VfL Günzburg um Louis Dück (rechts) gut mit gegen Konstanz. Doch als die Kondition nachließ, wurden sie überrollt.
Bild: E. Mayer

Die Günzburger zeigen lange, was in ihnen steckt. Doch das gelingt erneut nicht über 60 Minuten. Und der Gegner kennt erneut keine Gnade

Die A-Jugend des VfL Günzburg bleibt auch in der dritten Partie der Pokalrunde ohne Sieg. Weil dem Bundesligisten in der Schlussphase die Ideen und die Puste ausgehen, verliert er nach einer starken ersten Halbzeit sein Heimspiel gegen die HSG Konstanz mit 25:32 (15:13). Nur rund 100 Zuschauer wollten das Spiel sehen, das bedeutet Minusrekord und ist wohl der ungewöhnlichen Anspielzeit um 12.30 Uhr geschuldet.

Die wenigen Zuschauer sahen einen guten Start der Gastgeber. Die ersten beiden Treffer erzielten „Turbo“ Lukas Bär und Adam Czako, der sehr stark begann. Der insgesamt neunfache Konstanzer Torschütze Luca Mastrocola traf kurz darauf erstmals für seine Farben. Gestützt auf einen in der ersten Halbzeit überragenden Torwart Moritz Fieger hatte der VfL bis zum 9:8 (17.) – per Siebenmeter durch Alexander Jahn erzielt – die Nase immer knapp vorn. Konstanz ließ sich durch die Leistung des Günzburger Keepers selbst nach verworfenen Siebenmetern nicht aus der Ruhe bringen und ging in der 21. Minute durch Constantin Eich zum ersten Mal in Führung (9:10). Die Weinroten bekamen aber wieder die Kurve. Youngster Jacob Sperandio brachte von Linksaußen seine Farben mit vollem Körpereinsatz erneut mit 12:11 in Vorteil. Beide Mannschaften kämpften bis zur Halbzeit weiter auf Augenhöhe. Das 15:13 wieder durch Jacob Sperandio bedeute eine knappe, besonders auf die Torwartleistung gestützte Führung nach den ersten 30 Minuten.

Nach der Pause veränderte sich die Begegnung zunächst wenig. Alexander Jahn, erneut durch viele Rückraumtreffer und Kreisanspiele auffälliger Akteur, traf zum 17:15. Doch die HSG Konstanz wurde stärker. Die Südbadener hatten mittlerweile ihr Angriffssystem besser auf die offensive Deckung der Schwaben eingestellt und kippten das umkämpfte Spiel mit einem Viererpack zum 17:19 in der 40. Minute. Constantin Pinkl, der in der ersten Halbzeit ein wenig unglücklich agierte, hatte nun sein Visier besser eingestellt und auch der andere Laupheimer Gastspieler im Günzburger Trikot, Max Reiner, hatte in dieser Phase starke Szenen.

Nächster Rückschlag für den VfL-Nachwuchs

Und so kamen die Günzburger Talente bis zur 47. Minute wieder auf 21:22 heran. Auch in der 50. Minute stand es noch auf Handball-Schlagdistanz 22:24. Danach jedoch brach sich das Unheil Bahn. Erst ein HSG-Fünferpack und dann zwei Zeitstrafen gegen Lukas Bär und Marius Waldmann. Der Angriff war müde geworden, es gingen die Ideen aus, der Gästetorwart rückte in den Mittelpunkt und man geriet in die Gegenstoßfalle, zumal die VfL-Spieler auch nicht ideal zurückliefen. Schnell stand das Spiel auf dem Kopf, das 22:29 war die Vorentscheidung. Beim Zweitliga-Nachwuchs vom Bodensee lief es nun. Den letzten Treffer der Begegnung erzielte der Günzburger Jan Schuller per Siebenmeter zum 25:32. Wie schon im Spiel gegen Oftersheim nutzten die konditionsstärkeren Gäste die letzten 10 Minuten, um das Spiel für sich zu entscheiden.

Sie rücken damit auf den zweiten Platz vor, der VfL ziert noch ohne Punkt das Tabellenende. Zwei Punkte davor der TV Hochdorf, zu dem die Günzburger am Wochenende reisen. Dort soll die Wende gelingen. (zg)

VfL Günzburg Freund, Fieger; Jahn (4/3), Pinkl (4/1), Sperandio (2), Grimm, Schuller (1), Dück (1), Bär (1), Czako (4), Waldmann (2), Reiner (2), Grabher

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