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Niederraunau

27.02.2018

Nächster Sieg: Auswärts läuft’s bei Raunau

Als Goalgetter ist Oliver Kiebler bisher nicht aufgefallen. In der Torjäger-Liste der Landesliga liegt er auf Platz 93. Doch gegen Immenstadt lief er zu Höchstform auf.
Bild:  Ernst Mayer

Niederraunau feiert in Immenstadt einen ungefährdeten, aber wichtigen Sieg. Ein Spieler darf sich über einen Torrekord freuen. Die Saison bleibt spannend.

Muss man in Niederraunau langsam froh sein, wenn man ein Auswärtsspiel bestreiten darf? Zumindest würde die Punkteausbeute in fremden Hallen dafür sprechen. Zwei Drittel ihrer Punkte haben die Raunauer auswärts geholt, am Sonntagabend kamen beim 24:30 in Immenstadt zwei weitere hinzu. Es war zwar keine berauschende Leistung, die die Blau-Weißen im Allgäu ablieferten, doch sie führten die Begegnung souverän, der Sieg geriet nie ernsthaft in Gefahr.

Bleibt also das Problem der Heimspiele. Dort gab es bisher nur zwei Siege und ein Unentschieden und mit 15:21 befinden sich die Raunauer Jungs nach wie vor im stark gefährdeten Bereich der Liga. Gerade mal vier Pluspunkte Unterschied zum vorletzten Platz und zum ersten Abstiegsplatz sind es. Die Saison wird bis zum Ende heiß umkämpft sein.

In nahezu derselben Situation befindet sich der TV Immenstadt und das war den „Städtlern“ auch anzumerken. Nach über drei Minuten stand es immer noch 0:0. Der TVI hatte bereits mehrere Großchancen sinnlos verpulvert und die Gäste aus Raunau waren noch gar nicht im Spiel. Dennoch gelang ihnen der erste Treffer. Mathias Waldmann, den Coach Udo Mesch wieder einmal auf die Mitte-Position beordert hatte, tankte sich durch und erzwang den Siebenmeterwurf durch Lukas Konkel.

Diese Aufstellung sollte sich auch im weiteren Spielverlauf als richtig herausstellen. Die Raunauer Jungs hatten aufgrund der geringeren Körpergröße kaum Chancen, den mächtigen TVI-Block im zweiten Stockwerk zu überwinden. Also musste man durch die Abwehr und dabei glänzten Arbeitstier Michael Thalhofer und Waldmann. Letzterer provozierte auch drei Zeitstrafen gegen den Regisseur der Immenstädter, Christian Savloschi, der damit die letzte Viertelstunde nur noch zuschauen durfte. Das erleichterte natürlich den Raunauer Triumph, für den zu diesem Zeitpunkt mit 18:23 bereits die Grundlage gelegt war.

Nach einem zähen Ringen in der ersten Viertelstunde, in der die Raunauer im Angriffsspiel lange Zeit regelrecht gehemmt wirkten, besserten sich Einstellung zum Gegner und Effizienz zusehends. Nach Toren von Florian Gaedt, Waldmann und Konkel war beim 4:7 erstmals ein reeller Vorsprung erzwungen. Die Allgäuer kamen zwar nochmals bis zum 8:9 auf, hatten dann aber sogar Glück, dass es beim 11:14-Halbzeitstand blieb.

Die zweite Hälfte hatte dann einen ganz klaren Matchwinner und der spielte mit Oliver Kiebler auf Linksaußen. Die Seite, in letzter Zeit oftmals vernachlässigt, wurde von der spielenden Rückraumachse Björn Egger, Waldmann und Thalhofer immer wieder gekonnt in Szene gesetzt. Einstudierte Überzahl-Spielzüge, Anspiele unter Bedrängnis, plötzlich lief alles über Links. Mit Oliver Kiebler war dort auch ein überragender Abnehmer postiert. Seine regelrecht ins Tor gezwirbelten Würfe, immer wieder mal abgewechselt von einem strammen Wurf, fanden nahezu alle ihr Ziel. Neun Feldtore dürfte Kiebler in seiner mehrjährigen Zugehörigkeit zur ersten Mannschaft noch nie erzielt haben. Immer wenn Immenstadt mit verdeckten Rückraumwürfen, bei denen die Raunauer Abwehr nicht gut aussah, herankam, erzielte er einen weiteren Treffer. Die abschließenden zwei Tore ließen das Ergebnis dann sogar noch richtig deutlich ausfallen.

TSV Niederraunau Hessheimer, Jekle; Matzner (1), Kiebler (9), M. Thalhofer (3), Jordan, Konkel (6/3), M. Waldmann (5), Sadlo (2), von Kries (2), Gaedt (1), Egger (1), Celik

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