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Handball

18.12.2019

Raunauer Reserve nimmt Weihnachtsgeschenk nicht an

Die B-Junioren des TSV Niederraunau spielen in der Bayernliga bisher eine starke Saison.
Bild: Verein

Der Bezirksoberligist verliert auch das letzte Spiel der Vorrunde. B-Junioren mit versöhnlichem Abschluss

Die zweite Mannschaft der Raunauer Handballer geht sieglos in die Winterpause. Im letzten Spiel der Bezirksoberliga-Vorrunde unterlag die Mannschaft daheim gegen den Tabellendritten Kissinger SC mit 30:39 (12:17). Besser lief es für die B-Junioren in der Bayernliga. Sie „überwintern“ nach einem 31:26-Sieg in Herrsching auf Rang drei.

Männer Als klarer Außenseiter ging der Tabellenletzte ins Duell mit den Kissingern. Die ersten fünf Minuten gehörten klar den Gästen, die sich schnell auf 6:1 absetzten. Doch die Raunauer ergaben sich nicht wieder ihrem Schicksal. Die Mannschaft von Coach Daniel Lochbrunner sammelte sich und startete eine Aufholjagd, in der vor allem Philipp Rothermel hervorstach. So waren es in der 25. Minute nur noch drei Tore Rückstand (11:14). Der Mittelblock aus Moritz Hegenbart und Michael Klaußer stand stabil und zwang die Gäste immer wieder zu technischen Fehlern. So ging man mit einem vergleichsweise geringen Abstand in die Pause (12:17). Konnte ausgerechnet gegen den Aufstiegsaspiranten etwas gehen?

Es schien so. Denn in der 32. Spielminute erhielt Raunau II ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Der Kissinger Matthias Lang bekam nach einem Foul eine Zwei-Minuten-Strafe, hatte dann aber etwas zu viel Redebedarf mit den Unparteiischen. Es folgten weitere zwei mal zwei Minuten und somit die Rote Karte. Dies bedeutete eine sechsminütige Überzahl für die Heimmannschaft. Nutzen allerdings konnte die Mannschaft dies nicht. Der Abstand blieb konstant. Im Gegenteil: Durch die Auswechslung von Moritz Hegenbart im Mittelblock verlor die Abwehr am nötigen Rückhalt und die Gäste konnten auf acht Tore Vorsprung davonziehen.

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Dies konnte auch nicht durch die Aufholjagd von David Bonk, Ralf Clemente und Marcel Gutmann verhindert werden. Das Spiel endete 30:39. Trainer Lochbrunner: „Letztlich muss man sagen, dass man auch mit den Großen mithalten könnte, wenn man es schafft, die Abwehr stabiler zu halten und die Trefferquote in der ersten Hälfte besser gewesen wäre.“ Er verteidigt aber auch sein Team: „Durch den großen Umbruch benötigt die Mannschaft Zeit, um sich zu finden und einzuspielen. Dies ist ein Prozess, der nicht innerhalb von ein paar Monaten Früchte trägt.“ Er will nun die spielfreie Zeit bis Mitte Januar nutzen, um weiter das Zusammenspiel und die Absprachen zu verbessern.

TSV Niederraunau II Ma. Klaußer, Fetschele; Mutzel, M. Hegenbart (4/1), Hammer, Gutmann (7/3), Radic (3), Böck (1), Clemente (6), Mayer, Bonk (4), Rothermel (5), Mi. Klaußer, Liedel

B-Jugend Besser lief es beim Aushängeschild der Raunauer Jugendarbeit. In einem sehr temperamentvollen B-Jugend-Spiel besiegte der TSV Niederraunau den TSV Herrsching mit 31:26 (13:13). Dabei galt der Gastgeber als ein Angstgegner der Raunauer Jungs. In der Bayernliga-Qualifikation setzte es eine knappe Niederlage, beim Allgäucup verloren sie das Endspiel gegen die Oberbayern und im Hinspiel gelang nur ein glücklicher Ein-Tore-Sieg. Besonders die offensive Deckung der Ammersee-Handballer bereitete immer große Probleme.

Bis zum 9:8 (17.) führten die Schützlinge von Johannes Rosenberger und Stephan Hofmeister meist knapp. Die Abwehr stand gegen die Oberbayern diesmal gut. In der Offensive spielte die Mannschaft um Gabriel Scholz ebenfalls deutlich schlauer als im Hinspiel und bereitete die Durchbrüche geschickt vor. Da Herrsching in der ersten Halbzeit ebenfalls stark agierte, glichen die Talente um Trainer Christian Kofler beim 9:9 aus. Mit Quentin Rodriguez verletzte sich dann ein wichtiger Akteur der Gastgeber. Das gab Trainer Hofmeister die Möglichkeit, Bayernauswahlspieler Julian Taft durch Timo Horn kurz decken zu lassen. Erst über die Zeit sollte sich diese Maßnahme auszahlen. Nach zehnminütigem Rückstand gelang dem neunfachen Torschützen Danil Dyatlov der 13:13-Ausgleich. In die Pause ging Raunau mit einer 17:14-Führung.

Gleich nach Wiederanpfiff machten die Oberbayern ein paar Fehler im Angriff und liefen in den Raunauer Gegenstoß. Das Spiel kippte zugunsten der Gäste. Ein Überzahlspiel nutzte David More zum 21:16. Der TSV Herrsching ließ sich nie abschütteln und nahm den Torwart nun mit in den Angriff, kam aber auch nicht mehr näher als auf drei Tore heran. Das 31:26 aus Raunauer Sicht war ein gerechtes Endergebnis. Jeder einzelne Niederraunauer Spieler hatte eine starke Leistung geboten.

Der TSV Niederraunau geht nun als Dritter mit einem Punkt hinter dem Zweiten HSC Coburg in die Winterpause. Die Coburger müssen noch zum Rückspiel nach Krumbach, haben aber schon beide Spiele gegen den haushohen Meisterschaftsfavoriten Erlangen hinter sich. Verfolgt wird der TSV von der Überraschungsmannschaft HSG Isar-Loisach. Es bleibt also spannend auf den Plätzen hinter Erlangen. (zg)

TSV Niederraunau Lohner, Eheim; Buchberger, Kubasta, Hofmeister, Dyatlov (9), Horn (2), Scholz (5), More (6), Schmidt (5), Rampp, Heisch (4), Kremm

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