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Bezirksliga

27.06.2014

„Schade“ war die erste Reaktion

Rainer Amann geht mit dem TSV Ziemetshausen in die zweite Bezirksligasaison. Ziel ist der Klassenerhalt.
Bild: Ernst Mayer

Ziemetshausens Trainer Rainer Amann will sich mit seinem Team weiter etablieren. Im Interview spricht er über die kurze Sommerpause und das entgangene Nachbarschaftsduell

Seit Anfang der Woche wird beim Fußball-Bezirksligisten TSV Ziemetshausen wieder trainiert. Allerdings zunächst ohne Cheftrainer Rainer Amann, der noch Urlaub machte.

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Herr Amann, es wurde zuletzt viel über die kurze Sommerpause diskutiert. Wie sehen Sie das Thema?

Ich bin selbst erst gestern aus dem Urlaub zurückgekommen. Wir wussten lange nicht, ob wir in die Relegation müssen, daher war es mit der Urlaubsplanung schwierig. Deshalb haben wir abgesprochen, dass ich bei den ersten Trainingseinheiten nicht dabei bin. Der direkte Klassenerhalt hat uns mehr Pause verschafft, als wir nach der Relegation im vergangenen Jahr hatten. Die Mannschaften, die Relegation spielen, haben nur zwei, drei Wochen. Da muss man schon überlegen, ob das für den Amateurfußball förderlich ist.

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Andererseits hat man bei einer längeren Pause wieder das Problem möglicher Spielausfälle wegen schlechten Wetters ...

Ja, das ist ein schwieriges Thema für die Spielgruppenleiter. Aber gerade für die Familienväter ist es das auch. Im vergangenen Sommer hatten wir am Anfang der Saison viele Urlauber, und natürlich wirkt sich das aus. Wir hoffen, dass es dieses Jahr etwas besser wird.

Zu den Aussichten: Sie haben mit Ihrem Team eine furiose zweite Saisonhälfte hingelegt. Lässt sich das auf die neue Saison übertragen?

Wir sind mit der zweiten Saisonhälfte natürlich sehr zufrieden, machen aber nicht den Fehler, das zu überschätzen. Unser Ziel ist auch dieses Jahr einzig und allein der Klassenerhalt und uns weiter zu etablieren.

Wie schätzen Sie die Stärke der Liga ein? Durch Auf- und Abstieg gibt es ja jetzt einige Derbys weniger.

Ja, die Reisen nehmen zu, gerade ins Ries. Aber schwächer ist die Liga sicher nicht geworden. Mit dem SC Bubesheim ist auch ein Landesliga-Absteiger dabei.

Stichwort Landesliga-Absteiger: Die TSG Thannhausen wurde in die Bezirksliga Süd eingruppiert. Sind Sie traurig wegen der entgangenen Nachbarschaftsduelle oder froh, weil man so einen ganz starken Gegner weniger hat?

Als die ersten Meldungen kamen, dass die TSG wohl in den Süden muss, war die Reaktion bei uns: Schade. Die Spieler hätten sich gefreut, sich mit der TSG zu messen. Natürlich können wir nicht über eine Saison mit den Thannhausern konkurrieren, aber in einem Derby ist alles möglich.

Mit Norbert Maier ist der erfolgreichste Torschütze der vergangenen Saison beim TSV nach Thannhausen gewechselt. Wie wird das kompensiert?

Wir haben eine homogene Truppe mit einem ausgeglichenen Leistungsniveau. Man hat in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison gesehen, dass wir trotz vieler Verletzter gute Leistungen gezeigt haben. Durch diese Tiefe im Kader können wir unser Niveau halten. Wir haben insgesamt drei Abgänge – neben Norbert Maier auch noch Rainhard Maier und Volker Kitzler – und drei Zugänge: Torwart Andreas Mayer, Patrick Seidel aus Mindelzell und Adnan Akyel von Türkiyemspor Krumbach. Diese Spieler sollen die entstandenen Löcher stopfen. Außerdem rücken wieder einige vielversprechende Spieler aus unserer Jugend nach.

In Ziemetshausen setzt man also auch mittelfristig vor allem auf den eigenen Nachwuchs?

Richtig. Unsere Mannschaft besteht zu einem großen Anteil aus einheimischen Spielern. Und das wird beim TSV auch so bleiben. Das ist die gesunde Variante, mit vielen Spielern aus der eigenen Jugend zu arbeiten. Wir sind alle stolz, dass immer wieder gute Nachwuchsspieler herauskommen. Die Fragen stellte Adrian Bauer

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