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Fußball

04.07.2018

So sollen junge Mädchen in Aletshausen den Spaß am Kicken lernen

Viel Freude an „Ballbina kickt“ in Aletshausen haben (von links) Mia-Sophie, Lavina, Mia, Jana, Co-Trainer Pascal, „Gastspieler“ Finn, Trainer Andreas Reinert, Hannah, Sofie, Zoe und Alicia (von links). Des Weiteren nehmen Ida, Lorena und Hannah am Training teil. Wenn das Projekt beendet ist, sollen sich die Mädels einem Fußballverein anschließen.
Bild: Alois Thoma

Der Bayerische Fußballverband will junge Mädchen mit dem Projekt „Ballbina kickt“ für den Fußball begeistern. In Aletshausen klappt das sogar besser als gedacht.

Ja, sie will einmal in einer Damenmannschaft Fußball spielen, betont Mia. Bis dahin ist es zwar noch ein weiter Weg, doch den Anfang hat die Zwölfjährige bereits gemacht. Sie ist eine von 13 Mädchen, die zurzeit beim SV Aletshausen bei „Ballbina kickt“, einer Kampagne des Bayerischen Fußballverbandes (BFV), teilnehmen. Dabei handelt es sich um ein auf zwei Spielzeiten befristetes Trainingsangebot für Mädchen ohne Vereinszugehörigkeit im Alter zwischen sechs und 14 Jahren. Ziel von „Ballbina kickt“ ist es, bei jungen Mädchen die Begeisterung für den Vereinsfußball zu entfachen. Dazu stehen erfahrene Fußballtrainer bereit.

Sportplatz Aletshausen. „Kommt, auf geht’s, nicht schlafen, zeig dich, dass du da bist!“ Der lizenzierte Trainer Andreas Reinert wird nicht müde, seine Mädels immer wieder anzuspornen und Tipps zu geben, wie man sich zum Beispiel im Duell „Eins gegen Eins“ verhält oder den Übersteiger hinbekommt. „Grundsätzlich zählt aber, dass die Mädchen Spaß haben“, versichert der 53-Jährige.

Dass dem auch so ist, bestätigt nicht nur Mia („Fußballspielen macht mir sehr viel Spaß“), die von Anfang an dabei ist. Auch der Trainingsbesuch ist sehr gut. Der Coach beziffert die Teilnahmequote im Durchschnitt auf 90 Prozent. Und noch ein weiteres Beispiel für die Freude am Fußballspiel hat er parat: „Vom BFV ist vorgesehen, dass zweimal im Monat trainiert wird. Die Aletshauser Mädels haben aber den Wunsch geäußert, dass zweimal die Woche Training ist.“ Und so ist es nicht verwunderlich, wenn der Trainer von „fußballerisch sehr großen Fortschritten“ spricht.

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Der SV Aletshausen hat sich vor rund einem Jahr beim BFV um das Projekt beworben und auch den Zuschlag erhalten. Er ist der einzige Verein im Landkreis und der näheren Umgebung, bei dem „Ballbina kickt“ praktiziert wird. Seit September 2017 hat der Trainer einem Stamm von rund einem Dutzend Spielerinnen (Reinert: „Tendenz steigend“) unter seinen Fittichen. Selbst im Winter ruht das runde Leder nicht. Da wird dann in der Halle trainiert.

Es wurden bereits drei Freundschaftsspiele gegen Vereinsmannschaften absolviert. Hier stand vor allem das Kennenlernen des Spielbetriebes im Vordergrund, nicht das Ergebnis.

Nach den zwei Spielzeiten, also im Herbst dieses Jahres, müssen sich die Aletshauser Mädchen entscheiden, ob sie in den Spielbetrieb gehen und sich dadurch Mannschaften mit männlichen Mitspielern anschließen. Trainer Reinert ist zuversichtlich, dass dies die meisten seiner Schützlinge auch tun werden. „Die Tendenz bei uns ist positiv“, sagt er und richtet deshalb immer mehr das Trainingsprogramm in Richtung Spielbetrieb aus.

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