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Training

21.02.2015

Tipps für den Endspurt

Josef Bäurle hat in 25 Jahren etwa 100 Triathlons absolviert, darunter acht Rennen über die Ironman-Distanz.
Bild: Sammlung Bäurle

Der Günzburger Crosstriathlon steht bevor. Der erfahrene Triathlet Josef Bäurle gibt Neulingen Ratschläge für die fünf Kilometer Laufdistanz

Bis zum Start des ersten Günzburger Crosstriathlon am 17. Mai ist es noch ein Stück – genug Zeit, um sich fit zu machen. Bei den drei Disziplinen 400 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen müssen die Sportler ihr Können unter Beweis stellen. Damit auch kompletten Neulingen die Puste nicht ausgeht, gibt Josef Bäurle vom Triathlon Verein Günzburg Tipps für den Endspurt, die fünf Kilometer Laufdistanz.

Sie haben schon viel Erfahrung mit Triathlonwettbewerben.

In den letzten 25 Jahren habe ich bei etwa 100 Triathlonveranstaltungen mitgemacht. Darunter waren auch acht Ironman.

Wie wirken Sie bei dem Günzburger Crosstriathlon mit?

Ich bin für die Laufstrecke zuständig. Ich kümmere mich um die Vorbereitung der Strecke, um die Absperrungen sowie um die Versorgung der Läufer.

Wie sollten Anfänger ihr Lauftraining beginnen? Auf was müssen sie achten?

Für den Einstieg reicht es, erst einmal zehn Minuten locker zu joggen. Das schafft jeder. Nach den zehn Minuten ist oft noch Energie da, und man kann von Mal zu Mal länger laufen. Wichtig ist, in moderatem Tempo zu joggen und sich nicht auf eine Kilometerzahl zu fixieren. Gibt es typische Fehler, die viele Neulinge machen?

Viele haben Angst vor dem Anfangen. Sie setzen sich unter Druck, beginnen mit einem viel zu hohen Tempo und übernehmen sich dadurch. Die Motivation für den nächsten Lauf ist dann dementsprechend nicht sehr hoch.

Ist es besser, alleine zu laufen oder in einer Gruppe?

Das hat beides seine Vor- und Nachteile. Wenn man alleine läuft, entsteht nicht so viel Druck, auch bezüglich des Tempos. In einer Laufgruppe gibt es aber feste Termine, die man einhalten muss. Das fördert die Motivation. Wenn ich nicht in einer Laufgruppe wäre, hätte ich abends oft keine Lust mehr, noch joggen zu gehen.

Wie lang braucht ein Anfänger, um fit für den Günzburger Triathlon zu werden?

Das kommt ganz auf das Talent und die Vorkenntnisse an. Ein Kollege von mir war nach einem Dreivierteljahr Training schon fit für einen Ironman. Generell sollten ein paar Monate Training ausreichen. Die Strecken sind moderat, ich denke, das wird fast jeder schaffen.

Was gibt es beim Triathlon selbst zu beachten?

Der Übergang vom Rad zum Laufen ist etwas schwierig. Das ist ein Gefühl, als würde man auf Eiern laufen. Darum rate ich jedem Triathleten, beim Training nach dem Radfahren noch etwa einen Kilometer zu laufen, um sich an das Gefühl zu gewöhnen.

Ist das Laufen die schwierigste Disziplin, weil sie zum Schluss drankommt?

Ja, das stimmt. Nach dem Radfahren spürt man die muskuläre Belastung, und es kommt zu Ermüdungserscheinungen. Das hemmt das Fortkommen. Die letzte Disziplin ist sehr viel Kopfsache. Es kommt ein toter Punkt, bei dem muss man sein Ziel vor Augen behalten.

Haben Sie noch zusätzliche Tipps für Triathlon-Anfänger?

Bevor man einen Triathlon läuft, ist es wichtig, sich nicht unter Druck zu setzen und sich keine feste Zeit vorzunehmen. Das Ziel sollte sein, den Triathlon zu schaffen, und dann kann man immer noch sehen, welche Zeit dabei herausgekommen ist. Die Fragen stellte Anika Wening

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