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Eishockey-Landesliga

26.11.2017

Viel Wirbel, wenig Ertrag

Da staubt’s: Der Burgauer Dennis Tausend legt sich die Scheibe zurecht, der Neu-Ulmer Armin Nussbaumer versucht, zurück in den Zweikampf zu kommen. Beide Teams haben ihre sportlichen Ziele verpasst und die Trainer gewechselt.
Bild: Ernst Mayer

Der neue Eisbären-Coach setzt auf Gespräche. Es bleibt Zeit, das Tief zu überwinden. Auch beim Nachbarn knirscht es gewaltig

Wieder mit einem absoluten Spitzenteam der Eishockey-Landesliga bekommen es die Burgauer Eisbären am Sonntag zu tun. Um 18 Uhr wird die Partie in Schweinfurt angepfiffen.

Die gastgebenden Mighty Ducks stehen nach zehn absolvierten Partien auf dem zweiten Platz. Die Tordifferenz von 38 (60:22 Treffer) spricht für sich. Erfolgreichster Scorer ist der 30-jährige Kanadier Dion Campbell. Schon beim Hinspiel in Burgau, das die Mighty Ducks 9:2 gewannen, zeigte Campbell immer wieder seine Klasse. Besonders beeindruckend war die Zielstrebigkeit des Stürmers.

Diese Zielstrebigkeit ließen die Eisbären in den jüngsten Partien vermissen. Zwar kombinieren sich die Akteure immer wieder zu einer Torchance durch, doch dann steht entweder der Torwart im Weg oder die Schüsse sind zu unplatziert. Wenn dann die Gegner zu einem oder zwei Treffern kommen, ist der Widerstand der Eisbären gebrochen und die Niederlage wird häufig extrem deutlich.

Dass die Burgauer Akteure mit den anderen Mannschaften durchaus mithalten können und das ausgegebene Saisonziel Platz fünf machbar gewesen wäre, haben sie im bisherigen Saisonverlauf immer wieder bewiesen. Der neue Trainer Stanislav Hlozek hat in dieser Trainingswoche viel mit den Spielern gesprochen und versucht ihnen auch das nötige Selbstvertrauen einzuhauchen. Vor allem der erste Block mit den slowakischen Akteuren spielte in den vergangenen Wochen deutlich unter seinen Möglichkeiten. Aber auch die zweite Reihe fiel nach einem hoffnungsvollen Saisonauftakt in ein Loch.

Bis zur Abstiegsrunde, die Mitte Januar beginnt, sollten die Eisbären aus ihrem Tief herausgekommen sein. Ein Erfolgserlebnis in Schweinfurt würde sicher zur Stimmungsaufhellung im Burgauer Lager beitragen.

Unzufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf ist man auch beim Landesliga-Nachbarn der Eisbären, den Devils Ulm/ Neu-Ulm. Die haben nun nicht ganz unerwartet die Reißleine gezogen und sich von Trainer Martin Valenti getrennt. Einen Nachfolger haben die Verantwortlichen bereits gefunden: Dem sicheren Vernehmen nach handelt es sich um den 33-jährigen Robert Linke, der während der Vorbereitung auf die laufende Saison überraschend beim EV Bad Wörishofen gehen musste, der in der zweiten Staffel der Landesliga spielt. Linke hat den Wechsel zu den Devils Ulm/Neu-Ulm gegenüber unserer Zeitung bereits bestätigt.

In einer E-Mail des Vereinsvorstands wird als Grund für die Trennung von Valenti „eine wahrnehmbare Stagnation in der Mannschaftsentwicklung“ genannt. Weiterhin ist darin die Rede von neuen Impulsen, die nötig seien. In der Landesliga-Tabelle liegen die Devils derzeit acht Punkte und damit beinahe aussichtslos hinter Platz fünf, der zur Teilnahme an den Play-offs um den Aufstieg in die Bayernliga berechtigt. Dass sie immerhin deutlich vor den Eisbären liegen, verdanken sie unter anderem ihrem klaren 5:1-Erfolg in Burgau.

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