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27.07.2010

Wiedersehen mit einem alten Bekannten

Ein Höhepunkt seiner Zeit bei der TSG Thannhausen war für Marian Dischl das DFB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund (am Ball Nelson Valdez). Foto: Weizenegger
Bild: Weizenegger

Thannhausen Er war einer, der mit der TSG Thannhausen die größten Erfolge der Vereinsgeschichte feiern durfte. Er führte die TSG als Kapitän in die Bayernliga, bot im DFB-Pokal Borussia Dortmund Paroli und gewann drei Schwäbische und einen Bayerischen Hallentitel. Marian Dischl war einer der Gestalter des Thannhauser Höhenflugs. Heute (18.30 Uhr) trifft er mit dem TSV Schwabmünchen auf seinen alten Arbeitgeber. Kein Spiel wie jedes andere.

"Ich will nichts hochpushen", sagt der 28-Jährige. "Aber natürlich hat das Spiel gegen die TSG einen besonderen Reiz. Immerhin hab ich dort sechs Jahre gespielt." Eine lange Zeit, geprägt von vielen Höhen - aber auch von einem tiefen Fall. Fünf Jahre schwamm Dischl mit seinem Team auf einer Welle des Erfolgs. Dann der große Bruch. Die TSG geriet in finanzielle Schieflage. Innerhalb des Vereins gab es große Streitigkeiten. Eine Zeit, die auch bei Dischl Spuren hinterlassen hat: "Ich erinnere mich an wunderschöne Tage und große Erfolge. Aber das letzte Jahr war richtig schwierig", sagt der Innenverteidiger. Die Erfolge blieben aus, innerhalb des Vereins rumorte es und infolge der Insolvenz der Fußball-GmbH wussten die Spieler lange Zeit nicht, wie es weitergehen sollte: "Ich hätte mir einen offeneren Umgang mit uns Spielern gewünscht ", sagt der ehemalige TSG-Kapitän.

Dischl entschied sich früh für einen Wechsel nach Schwabmünchen. Von dort war er im Jahr 2004 nach Thannhausen gekommen: "Ich kenne die Leute, den Verein. Ich wusste, was mich hier erwartet. Das passt", sagt der Defensivspezialist, der sich nach dem 1:1 zum Auftakt beim SC Fürstenfeldbruck bestätigt sieht: "Wir haben Qualität. Ich denke, wir können um Platz vier bis acht mitspielen."

Eine Zielvorgabe, die für die TSG unmöglich erscheint. Nach dem 0:3 zum Auftakt gegen Gerolfing steht die neu formierte Mannschaft bereits unter Zugzwang. Mit einer weiteren deutlichen Niederlage hätte sich der Bayernliga-Absteiger schon früh in der Tabellenregion eingenistet, in die kein Verein rutschen will - im Keller: "Es war von vornherein klar, dass wir nach zehn Spieltagen nicht auf Platz drei stehen werden", versucht TSG-Trainer Jochen Frankl die Ausgangslage zu relativieren. "Wir müssen einfach sehen, dass wir in den kommenden Partien konstant punkten."

Wiedersehen mit einem alten Bekannten

Am besten gleich gegen den TSV Schwabmünchen. Doch da wartet eine ganz erfahrene Mannschaft auf die TSG. Neben Marian Dischl besitzen die Gäste einige Akteure in ihren Reihen, die "gehobenes Landesligaformat" (Frankl) besitzen. Thomas Reiß, Bobby Frey und Michael Geldhauser haben schon in der Bayernliga ihr Können bewiesen: "Das ist ein etabliertes Team, das in dieser Liga eine gute Rolle spielen wird", sagt Frankl. "Dort einen Punkt zu holen, wäre in Ordnung."

Dafür müsste gerade die Chancenauswertung besser werden. Das war gegen Gerolfing das große Manko: "Immerhin haben wir uns gute Chancen erarbeitet", sagt Frankl. "Ich würde mir mehr Sorgen machen, wenn wir nicht einmal das geschafft hätten." Personell kann der Übungsleiter bis auf David Balogh (immer noch gesperrt) auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.

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