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Spielder Woche

18.11.2019

Wiesenbach ist klar überlegen

Steffen Brennig zeigte in seinem letzten Heimspiel für die SpVgg Wiesenbach noch einmal sein ganzes Können. Der Stürmer wechselt im Winter in die Kreisklasse zur SpVgg Krumbach.
Foto: Ernst Mayer

Die SpVgg hat mit dem VfL Großkötz wenig Mühe. Umso unverständlicher ist, dass der Tabellendritte zwischendurch beinahe den Ausgleich zulässt

Es war ein dem nasskalten Novemberwetter angepasstes, eher durchschnittliches Kreisligaspiel, das die rund 200 Zuschauer am Wiesenbacher Schwarzbach geboten bekamen. Am Ende stand ein mehr als verdienter 3:1-Erfolg der Hausherren gegen lange Zeit chancenlose Gäste aus Großkötz.

Schon vor dem Spiel wurde bei einem Blick auf die jeweiligen Kader klar, wer in dieser Partie der Favorit sein würde. Gästecoach Gerd Wiedemann trat praktisch mit dem letzten Aufgebot an, er hatte sogar selbst sicherheitshalber die Fußballstiefel geschnürt. Der Kader des Tabellendritten dagegen gut gefüllt.

Und entsprechend startete die Partie auch. Noch keine Minute war gespielt, da brannte es vor dem Tor der Gäste schon lichterloh. Diesen ersten Ansturm konnte Kötz noch abwehren, doch weitere 60 Sekunden später gab es die nächste dicke Möglichkeit für die Hausherren. Und diesmal war der aufgerückte Andreas Schnatterer zur Stelle und drückte die Kugel über die Torlinie (2.). Und Wiesenbach machte weiter mächtig Druck. Mit variablem Spiel und enormer Laufbereitschaft zwang man Großkötz total in die Defensive. Ob über die rechte Seite mit Michael Kircher und Julian Schuch oder über links oder zentral mit Daniel Steck und Steffen Brennig, Wiesenbach brachte die Gästedefensive von einer Verlegenheit in die nächste. Folgerichtig das 2:0 für die SpVgg nach zwölf Minuten durch Daniel Steck.

Steffen Brennig, der in der Winterpause zur SpVgg Krumbach wechselt und nun sein letztes Heimspiel bestritt, scheiterte nach einer Viertelstunde an Gästekeeper Justin Sander. Kurz darauf tanzte Brennig drei Gegenspieler im Strafraum aus, seine Hereingabe fand aber keinen Abnehmer. Danach schalteten die Hausherren einen Gang zurück und so kam auch Kötz zu einigen Halbchancen. Doch Patrick Stuhler (25.) und Benjamin Neudert (35.) scheiterten deutlich. Mehr war auf Kötzer Seite in Halbzeit eins nicht drin, denn die SpVgg-Abwehr wurde von Andras Schnatterer und Pierre Lohr souverän dirigiert.

Nach dem Wechsel plätscherte die Partie dann lange Zeit vor sich hin. Wiesenbach schaffte es nicht mehr, so viel Druck wie noch in Halbzeit eins aufzubauen. Dazu gesellten sich einige Ungenauigkeiten speziell beim letzten Pass. Trotzdem blieben die Hausherren die klar überlegene Mannschaft. Goßkötz, das muss man dem Tabellenvorletzten klar bescheinigen, versuchte, besser ins Spiel zu kommen. Doch meist war noch deutlich vor dem Strafraum Schluss.

Nach knapp einer Stunde erspielten sich die Gäste eine Serie von drei Eckstößen in Folge. Schon die beiden ersten, jeweils von der linken Seite getreten, sorgten für Unruhe in der Wiesenbacher Abwehr. Und als die dritte Ecke, diesmal von rechts getreten, über Freund und Feind hinwegsegelte, war Simon Itzelberger mit dem Kopf zur Stelle, und schaffte – für viele überraschend – den Anschlusstreffer. Kurz darauf wäre fast der Ausgleich fällig gewesen, doch Benedikt Schwuchow zielte zu hoch.

Nun schlug Wiesenbach zurück. Die Truppe von Spielertrainer Thomas Gornig zog die Zügel wieder deutlich an und Kötz hatte nun Mühe, über die Mittellinie zu kommen. Nach 72 Minuten hätte Daniel Steck mit einem schönen Kopfball nach einer Ecke schon für die endgültige Entscheidung sorgen können. Doch der Ball strich über die Querlatte. Kurz vor Schluss war es dann doch so weit. Die schönste Kombination der Partie, ausgehend von der linken Außenbahn mit einer schönen Hereingabe über die Köpfe der VfL-Abwehr hinweg, wurde nochmals quer in den Strafraum zurückgelegt und Daniel Steck mit seinem zehnten Saisontreffer sorgte für die Entscheidung.

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