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Interview

13.06.2018

Ziemetshausens Trainer Rainer Amann sieht sein Team nicht als Favorit in der Kreisliga

Geknickt blickte Rainer Amann nach der knappen 0:1-Niederlage seiner Ziemetshauser gegen Altenmünster in der Relegation drein.
Bild: Ernst Mayer

Für TSV-Trainer Rainer Amann ist der direkte Wiederaufstieg kein Thema. Wie er und das Team den Abschied nach fünf Jahren Bezirksliga verarbeiten und was sie für die Kreisliga planen.

Herr Amann, haben Sie und die Mannschaft den Abstieg schon verarbeitet?

Amann: Wir haben uns seit dem Spiel gegen Altenmünster nicht mehr gesehen. Es wird sich in der Vorbereitung zeigen, inwieweit wir das schon verdaut haben.

Also gehen Sie, wie schon in der Winterpause angekündigt, mit Ziemetshausen auch in die Kreisliga?

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Amann: Es gab weder bei mir noch beim Verein irgendwelche Zweifel daran. Ich möchte diesen Schritt mit der Mannschaft noch machen und sie zu 100 Prozent in der Kreisliga etablieren.

Das heißt, der direkte Wiederaufstieg ist nicht das Ziel?

Amann: Diese Frage habe ich in den letzten Tagen öfter gehört. Aber mal provokant gefragt: Warum sollte Ziemetshausen Favorit sein? Es steigen mit Lauingen und Offingen zwei weitere Bezirksligisten ab. Dazu rüstet Günzburg mächtig auf, Wiesenbach und Ellzee werden eine Rolle spielen. Wir müssen uns in der neuen Liga erst finden.

Eine starke Mannschaft hat der TSV trotzdem.

Amann: Wir werden versuchen, eine gute Rolle zu spielen, klar. Aber wir wollen auch dem ein oder anderen Spieler aus der Jugend mehr Chancen geben, die Mannschaft entwickeln. Das ist ein zweischneidiges Schwert: Es kann gut ausgehen und sofort funktionieren. Oder eben nicht.

Heißt das, Ziemetshausen wird sich in Sachen Neuzugängen zurückhalten?

Amann: Stand jetzt haben wir nur Neuzugänge aus der eigenen A-Jugend. Und außer Adnan Akyel und Benjamin König (werden Spielertrainer bei Obergessertshausen und Ziemetshausen II, Anm. d. Red.) haben wir bisher auch keine Abgänge. Klar muss man vorsichtig sein. Aber ich denke, wir bleiben weitgehend zusammen.

Das kann für die neue Saison durchaus ein Vorteil sein.

Amann: Natürlich ist es eine unserer Stärken, dass wir eine gewachsene, eingespielte Mannschaft sind. Aber entscheidend wird zu Saisonbeginn erst einmal sein, wie wir den Abstieg wieder aus den Köpfen kriegen.

Dass die Mannschaft Charakter hat und kämpfen kann, hat sie ja in der Frühjahrsrunde der Bezirksliga gezeigt.

Amann: Das war nicht einfach. Im Winter waren wir selbst die Einzigen, die gesagt haben, dass der Klassenerhalt noch möglich ist. Keiner hat einen Pfennig auf uns gesetzt. Aber wir haben es geschafft, sind dann mit Pech noch in die Relegation gerutscht. Da haben wir zwei Spiele gewonnen und waren im dritten das klar bessere Team. Am Ende ist einfach vieles gegen uns gelaufen in dieser Saison. Trotzdem muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat das Unmögliche möglich gemacht. Es hat viel Kraft gekostet, diese Runde bestand quasi nur aus Endspielen. Und am Ende wurde der Einsatz leider nicht belohnt.

Und wie geht es jetzt weiter?

Amann: Wir starten Ende Juni mit der Vorbereitung. Am 27. Juli spielen wir dann das Kreisliga-Eröffnungsspiel gegen Mindelzell.

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