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Und jetzt?

23.03.2020

Autor Michael Peinkofer: Allein in der Dichterstube

Michael Peinkofer
Bild: Ralf Lienert

Theater, Konzerte, Ausstellungen, Lesungen – alles abgesagt, stillgelegt und aus der Öffentlichkeit verschwunden. Wir bringen in Corona-Zeiten an dieser Stelle Wortmeldungen aus der Kultur, die ins Private verbannt ist.

Es sind seltsame Zeiten. Vieles, was gestern noch vertraut und alltäglich war, fühlt sich heute bereits komisch an. Dinge, die ich sonst gerne tue – mich mit Freunden treffen, ins Kino oder ins Schwimmbad gehen oder öffentliche Lesungen meiner Bücher abhalten –, sind plötzlich nicht mehr möglich. Das öffentliche Leben macht eine Pause, und so eigenartig sich das anfühlen mag, es birgt auch Chancen.

Langeweile, heißt es, sei die Keimzelle der Kreativität. Wobei ich kein Mensch bin, der sich leicht langweilt, dafür gibt es auch innerhalb der eigenen vier Wände zu viele Möglichkeiten: Bücher lesen, Musik hören und Filme gucken, am liebsten im Kreis der Familie. Die Arbeit an aktuellen Buchprojekten geht vorerst natürlich weiter. Denn erstens kann ich in meiner Dichterstube niemanden anstecken, und zweitens wollen die Menschen ja auch weiterhin in Romanwelten reisen und der Realität des Alltags entfliehen. Und dafür sind wir von der schreibenden Zunft zuständig – auch und gerade in Zeiten der Krise.

Michael Peinkofer ist Autor von Fantasy- und historischen Romanen und lebt in Kempten.

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