Newsticker

Städte- und Gemeindebund fordert Ausweitung der Maskenpflicht in Deutschland
  1. Startseite
  2. Kultur
  3. Bachmann-Preis: Winkler kritisiert Mächtige

24.06.2009

Bachmann-Preis: Winkler kritisiert Mächtige

Bachmann-Preis: Winkler kritisiert Mächtige
Bild: DPA

Wien (dpa) - Mit einer stark politisch ausgerichteten "Rede zur Literatur" hat der Kärntner Schriftsteller Josef Winkler am Mittwochabend den Wettbewerb um den 33. Ingeborg Bachmann-Preis in Klagenfurt eröffnet.

An dem prestigeträchtigen Vorlese-Wettbewerb, der mit 25 000 Euro dotiert ist, nehmen in diesem Jahr 14 deutschsprachige Autoren und Autorinnen teil. Der Sieger wird am Samstagabend bekanntgegeben.

Winkler (56), Büchner-Preisträger 2008, nutzte die Eröffnung nach einem vorab verbreiteten Redetext zu einer politischen Abrechnung mit den Regierenden seiner Heimat Kärnten. Sein Text "Der Katzensilberkranz in der Henselstraße", in den er immer wieder Zitate aus Werken der Klagenfurter Schriftstellerin Ingeborg Bachmann einflocht, geriet so einerseits zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Ingeborg Bachmann, andererseits zur harten politischen Abrechnung mit den Regierenden des österreichischen Bundeslandes.

Nach Winklers Rede wurde die Lese-Reihenfolge für die 14 Teilnehmer des Bachmann-Wettbewerbs ausgelost. Bis Samstag tragen sie ihre bisher unveröffentlichten Prosatexte einer siebenköpfigen Jury vor. An dem Wettbewerb, der wieder vom Gemeinschaftssender 3sat übertragen wird, nehmen in diesem Jahr sieben Autoren aus Deutschland, vier aus Österreich sowie drei aus der Schweiz, Frankreich und Spanien teil.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die teilnehmenden Autoren sind: Ralf Bönt aus Berlin, Katharina Born (Paris und Berlin) Karsten Krampitz (Berlin), Lorenz Langenegger (Schweiz), Christiane Neudegger (Berlin), Jens Petersen (Pinneberg) Bruno Preisendörfer (Berlin), Karl-Gustav Ruch (Barcelona), Gregor Sander (Berlin), Catarina Satanik (Wien), Andreas Schäfer (Berlin), Linda Stift (Wien), Philipp Weiss (Wien) und Andrea Winkler (Wien).

Auch in diesem Jahre werden alle in Klagenfurt vorgelesenen Texte im Anschluss an den Vortrag in Deutsch und sechs weiteren Sprachen ins Internet gestellt. Dort werden dann auch die übersetzten Kommentare der Jury zu finden sein.

Der Bachmann-Preis gilt seit seiner Gründung 1977 als einer der wichtigsten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum. Er ist nach der in Klagenfurt geborenen Dichterin Ingeborg Bachmann (1923-1973) benannt. Die teilnehmenden Autoren lesen vor Publikum aus unveröffentlichten Prosatexten. Über die Preisvergabe stimmen die sieben Juroren öffentlich ab.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren