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08.06.2009

Bauhaus Dessau will kein Elfenbeinturm sein

Bauhaus Dessau will kein Elfenbeinturm sein
Bild: DPA

Dessau-Roßlau (dpa) - Der neue Chef des Bauhauses Dessau, Philipp Oswalt, betrachtet dieses nicht als Architektur-Elfenbeinturm. Die einstige Hochschule für Gestaltung will sich stärker mit der Stadt und der Region vernetzen und Sachsen-Anhalt als "Ort der Moderne" etablieren.

"Sachsen-Anhalt sollte sich nicht nur mit Luther beschäftigen, sondern den Aspekt der Moderne würdigen", sagte Oswalt am Montag rund 100 Tage nach seinem Amtsantritt. "Kultur ist nicht nur Rom und Paris, es ist auch Dessau", sagte der Architekt. Das Bauhaus gehört zum UNESCO-Welterbe und lockt eigenen Angaben zufolge jährlich 100 000 Besucher in Stadt.

Zur Amtszeit von Oswalts Vorgänger Omar Akbar war die Stiftung Bauhaus Dessau wegen eines zu geringen Engagements in die Kritik geraten. Es gelinge nicht, die einstige Wirkungsstätte von Walter Gropius (1883-1969), László Moholy-Nagy (1895-1946) und Wassily Kandinsky (1866-1944) bundesweit als "Kulturellen Leuchtturm" im Bewusstsein zu verankern, hieß es.

Das Bauhaus soll nun stärker in die Stadt und in die Gesellschaft hineinwirken, kündigte Oswalt an. "Es gibt seitens der Stadt ein sehr großes Interesse, Dessau als Kulturlandschaft zu begreifen - und große Erwartungen an die Rolle des Bauhauses." Künftig sollen etwa alle mit der Bauhausgeschichte verbundenen Gebäude in der Stadt, die nicht zur Stiftung gehören, "in einen größeren Kontext gestellt werden".

Am Montagabend soll die erste von Oswalt kuratierte Schau im Bauhaus eröffnet werden. Sie heißt "Bauhaus in Aktion" und zeigt Dokumentarfilme von und mit Bauhausmeistern und -schülern. In Großprojektionen erhalten die Besucher bis zum 4. Oktober einen Einblick in Arbeit, Leben und Wohnen am Bauhaus.

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