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Archäologie

28.07.2011

Berlin bekommt "neue" Sphinx von Hattuscha

Die Spinx von Hattuscha und die Gipskopie einer zweiten Sphinx (Hintergrund) in Berlin im Pergamonmuseum (Archivbild). dpa

Nach der Rückgabe der Sphinx von Hattuscha an die Türkei bekommt Berlin eine neue Löwenfigur. In den Werkstätten der Staatlichen Museen wird an einer Gipskopie der mehr als 3000 Jahre alten Skulptur gearbeitet, teilte Pressesprecherin Stefanie Heinlein auf dpa-Anfrage mit.

Voraussichtlich im Oktober soll die Nachbildung im Pergamon-Museum aufgestellt werden.

Die Originalfigur war am Mittwoch nach jahrzehntelangem Tauziehen an die Türkei zurückgegeben worden. Sie stammt aus der alten Hethiter-Stadt Hattuscha im heutigen Anatolien. 1915 war sie zusammen mit einer zweiten Löwenfigur weitgehend zerstört nach Berlin gekommen, um hier restauriert zu werden.

Die besser erhaltene Skulptur ging 1924 an Istanbul zurück, die andere blieb in Berlin. Seit 1934 war sie zusammen mit einem Abguss ihres Gegenstücks im Pergamon-Museum zu sehen. Künftig werden dort also zwei Kopien stehen.

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Die Türkei hatte die Rückgabe des Originals seit Jahrzehnten gefordert. Erst im Mai entschloss sich die deutsche Seite endgültig zu dem Schritt. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) betonte aber ausdrücklich, es gehe um eine "freiwillige Geste der deutsch-türkischen Freundschaft".

Im Gegenzug sagte die Türkei zu, die kulturelle Zusammenarbeit mit Deutschland zu verstärken. Dazu laufen laut Heinlein Gespräche, Ergebnisse könnten aber noch nicht mitgeteilt werden. Bei den Ausgrabungen in Hattuscha hatte es keine Vereinbarung über eine Fundteilung gegeben, keine der beiden Seiten konnte ihren Anspruch belegen. (dpa)

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