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04.04.2018

Bühnenkunst als Kulturerbe?

Unesco prüft 2019 deutschen Antrag

Die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft soll in die internationale Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen werden. Das Auswärtige Amt habe den Antrag offiziell der Weltkulturorganisation Unesco übergeben, teilte die Deutsche Unesco-Kommission mit.

Die Szene der Theater und Orchester in Deutschland zeichne sich durch eine besonders hohe Dichte und Vielfalt im Hinblick auf Genres, Ausdrucksmittel, Sprache und Aufführungsanlässe aus, so die Kommission. Über die Aufnahme in die internationale Liste des Immateriellen Kulturerbes entscheidet ein zwischenstaatlicher Ausschuss 2019.

In der Bundesrepublik gibt es laut Kommission rund 140 Staats- und Stadttheater sowie Landesbühnen mit Orchestern, dazu 130 Opern-, Symphonie-, Rundfunk- und Kammerorchester. Dazu kommen rund 220 private Theater, 100 Theater- und Symphonieorchester ohne feste Spielstätten, 2200 freie Spielstätten, Gruppen und Ensembles und rund 2500 Amateurtheaterbühnen.

Die für auswärtige Kulturpolitik zuständige Staatsministerin Michelle Müntefering (SPD) erklärte dazu, die Nominierung zeige, dass Theater und Orchester wichtige Räume der freien Meinungsäußerung, der öffentlichen Debatte und kritischen Reflexion seien. Der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Ulrich Khuon, sagte: „Deutschland hat die reichste Theaterlandschaft der Welt.“ Etwa die Hälfte aller Opernhäuser der Welt sei in Deutschland situiert; ähnlich sei die Dichte der Schauspielhäuser. (kna)

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