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17.06.2010

Campendonk-Nachlass für Penzberg

Penzberg (dpa) - Die einstige Bergwerksstadt Penzberg in Oberbayern kann sich mit dem Nachlass des bedeutenden "Blauer Reiter"-Malers Heinrich Campendonk schmücken.

Der Stadtrat der 16 500 Einwohner zählenden Kommune stimmte einer Vereinbarung mit der Industriellen-Familie Mast ("Jägermeister") zu, die Bilder als Leihgabe zunächst 15 Jahre lang im örtlichen Museum zu zeigen. Für 2011 ist die erste Ausstellung mit fast 90 Arbeiten des Expressionisten (1889-1957) geplant. Für die Zukunft gelte es ein erfolgreiches Konzept zu entwickeln, sagte Bürgermeister Hans Mummert am Donnerstag zur Entscheidung vom Vorabend.

Campendonks Erben hatten der Stadt den Nachlass für 4,1 Millionen Euro angeboten. Auf mehreren Bildern ist der Ort verewigt. Der Stadtrat hatte den Kauf im März jedoch aus Kostengründen abgelehnt. Danach zeigte der Münchner Stadtrat Interesse an der Sammlung. Doch dann bot die Unternehmerfamilie Mast an, die wertvollen Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen zu kaufen und der Stadt Penzberg als kostenlose Leihgabe zur Verfügung zu stellen. "Es war der ausdrückliche Wunsch der Unternehmerfamilie Mast, dass diese Sammlung von Werken Campendonks als Ganzes erhalten bleibt und in Penzberg und Umgebung ausgestellt wird", sagte Mummert. Campendonk war Mitglied der Künstlergruppe "Blauer Reiter", zu der auch Wassily Kandinsky und Franz Marc gehörten.

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