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03.08.2017

Ein Architektur-Juwel versinkt zwischen Bürotürmen

New Yorks Grand Central-Bahnhof taucht bereits zwischen Wolkenkratzern ab. Jetzt kommt noch einer hinzu

New York Die ersten Stahlträger stehen schon. Tag für Tag wächst aus einer Baugrube im gefühlten Mittelpunkt New Yorks der Glasgigant namens „One Vanderbilt“ heran, um mit seiner geplanten Fertigstellung im Jahr 2020 das zweithöchste Gebäude der Metropole zu werden. Direkt daneben und dann rund 50 Stockwerke kleiner: Grand Central Terminal, einer der prachtvollsten Bahnhöfe der Welt. Liebhaber des 1913 eröffneten Bahnhofs mit der charakteristischen Beaux-Arts-Architektur bangen um ihr Schmuckstück. „Die Stadt zerhackt die Beaux-Arts im Herzen Manhattans“, schrieb etwa die Zeitschrift Architectural Record.

„Die Herausforderung war, welchen Bezug ein 427-Meter-Glasgebäude mit dieser palastartigen Steinkiste in neoromanischem Design haben kann“, sagte James von Klemperer vom Architekturbüro KPF der New York Times. Teils nimmt das Design durchaus Rücksicht auf die Würde von Grand Central, dessen gewaltige Bahnhofshalle, schwungvolle Gewölbe, Marmortreppen und goldene Kronleuchter täglich 750000 Menschen besuchen und die unzähligen Filmen schon als Kulisse diente. Eingequetscht wirken dürfte der Bau bald dennoch, denn östlich erhebt sich das Hotel Grand Hyatt, dessen verspiegelte Glaswände kein Geringerer in Auftrag gab als Donald Trump.

Trösten dürfte Grand Central-Fans, dass dessen größten Schätze und Geheimnisse im Inneren liegen. Da wäre zum Beispiel der Tennisplatz im vierten Stock, der pro Stunde für bis zu knapp 300 Dollar angemietet werden kann. Die Tennis-Stars Andy Murray, Martina Navratilova, John McEnroe und die Williams-Schwestern schlugen hier schon Bälle, teils um sich auf die US Open vorzubereiten. Oder die „whispering gallery“ im Untergeschoss, wo ein Flüstern von der einen Ecke des Kreuzgewölbes in die andere getragen wird. Beliebtes Detail ist auch ein kleines schwarzes Rechteck am Westrand des Gewölbes in der Haupthalle. Es erinnert daran, wie schwarz und schmutzig die heute leuchtend grüne, mit goldenen Sternzeichen verzierte Decke durch den Teer von Zigaretten war, ehe sie 1998 renoviert wurde. Über ein noch sichtbares Loch im Gewölbe wurde 1957 eine bis zur Decke reichende Rakete aufgestellt, um im Kalten Krieg die Schlagkraft des US-Militärs vorzuführen.

Dann wären da natürlich noch die Austernbar im Kreuzgewölbe oder die versteckt gelegene, inzwischen aber auch bei Touristen bekannte Bar „The Campbell“. Die edle Lounge diente Eisenbahn-Tycoon John Campbell einst als Büro. Der kostbarste Schatz des Bahnhofs liegt allerdings in seinem Zentrum: Die aus Opal gefertigte Uhr über dem Informationsschalter in der Haupthalle soll schätzungsweise 10 bis 20 Millionen Dollar wert sein. Einmal wäre der Bahnhof, der mit seinen 67 Gleisen als der größte der Welt gilt, fast dem Erdboden gleich gemacht worden. Entwickler hinter Stararchitekt I.M. Pei wollten ihn in den 1950ern abreißen lassen, um einen Büroturm namens „Hyperboloid“ in die Höhe zu ziehen. Doch dazu kam es nicht. 1968 legte Marcel Breuer ebenfalls einen Entwurf vor, aber auch diese Pläne konnten abgewendet werden.

Heute hat der Bau des „One Vanderbilt“ selbst für Enthusiasten des Bahnhofs sein Gutes: Die Baugrube an der 42nd Street gibt – zumindest vorübergehend – einen einzigartigen Blick auf das Grand Central Terminal frei. Auch die Westseite, die zuvor hinter einer Häuserwand verschwand, ist sichtbar. Verkäufer Ray Saretsky sagte der „New York Times“: „Ich werde es genießen, so lange ich kann.“ (dpa)

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