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21.06.2009

Eremitage in Amsterdam eröffnet

Eremitage in Amsterdam eröffnet
Bild: DPA

Amsterdam/Moskau (dpa) - In Amsterdam ist am Freitagabend eine Dependance der weltberühmten Sankt Petersburger Eremitage eröffnet worden.

Die niederländische Königin Beatrix und Russlands Präsident Dmitri Medwedew weihten das neue kulturelle Glanzlicht der Stadt, die einzige eigenständig verwaltete Filiale des Kunstmuseums, ein. "Wir wollen zeigen, wie sehr Russland ein Teil Europas ist und sich zugleich davon unterscheidet", sagte der Direktor der Petersburger Eremitage, Michail Piotrowski, bei der Eröffnung. Für die neue Heimstatt wurde der monumentale Amstelhof der Stadt, ein ehemaliges Altenpflegeheim aus dem 17. Jahrhundert, vollständig renoviert. Der Umbau hat mehr als 40 Millionen Euro gekostet. Aufgebracht wurden sie durch staatliche Zuschüsse, darunter aus Lotterie-Einnahmen, und private Sponsoren.

"Die Idee, das Museum in einem ursprünglichen Altenpflegeheim, unterzubringen, wirkt auf den ersten Blick etwas merkwürdig. Aber dann erwies sich die Aufgabe, eines der wichtigsten Museen der Stadt dort unterzubringen, doch als kinderleicht", schrieb die Moskauer Tageszeitung "Kommersant" in ihrer Samstagsausgabe. Das Amsterdamer Haus birgt auf rund 9000 Quadratmetern Fläche zwei große Säle und 44 Kabinette. Jährlich sollen zwei bis drei Sonderausstellungen aus Petersburg zu sehen sein.

Bis Ende Januar 2010 noch sind rund 1800 Ausstellungsstücke aus der Eremitage-Schatzkammer zu bewundern, unter anderem Gemälde aus verschiedenen Zarenschlössern, Kunstmöbel europäischer Meister, schmucke Uniformen, Hunderte von Festroben, Juwelen von Fabergé, kostbare Tafelservices und der Neo-Rokoko-Flügel der letzten Zarin. "Die Ausstellung zum Leben am russischen Hof im 19. Jahrhundert hat eher einen informativen Charakter. Wer dort exklusive Exponate erwartet, wird enttäuscht. Vielmehr kann man anhand der Aquarelle, Bilder und Lithographien im Detail Petersburg und das Interieur des Winterpalastes studieren", kommentierte "Kommersant" die Schau.

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