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19.03.2018

Es gibt was zu feiern

Kirill Petrenko

Der neue Spielplan der Bayerischen Staatsoper

Mit Beginn der Spielzeit 2018/19 feiert die Bayerische Staatsoper ein doppeltes Jubiläum. Zum einen sind 200 Jahre vergangen seit der Eröffnung des Münchner Nationaltheaters; zudem jährt sich zum 100. Mal der Übergang der einstmaligen Königlichen Oper in die Hände der bayerischen Republik. Deshalb gibt es zur Eröffnung der Spielzeit am 21. September ein Jubiläumsfestkonzert, für das 2000 Freikarten verlost werden.

Der Opernspielplan bringt eine Neuinszenierung von Giuseppe Verdis „Otello“. Die szenische Einrichtung wird von Amélie Niermeyer verantwortet, die Hauptpartien werden von Jonas Kaufmann und Anja Harteros gesungen, am Pult steht Generalmusikdirektor Kirill Petrenko. Der Münchner Publikumsliebling wird zu den Opernfestspielen 2019 noch eine weitere Neuproduktion leiten, Richard Strauss’ „Salome“ in der Inszenierung von Krzysztof Warlikowski. Zudem leitet Petrenko mehrere Wiederaufnahmen und zwei Akademiekonzerte. Danach wird der öffentlichkeitsscheue Russe offiziell die Nachfolge von Simon Rattle als Chef der Berliner Philharmoniker antreten und München schrittweise verlassen.

Wie Staatsintendant Nikolaus Bachler bei der gestrigen Programmvorstellung verriet, steht die Spielzeit 2018/19 unter dem Motto „Alles, was recht ist“. Als weitere Neuinszenierungen gibt es Smetanas „Die verkaufte Braut“ in der Regie von David Bösch sowie Ernst Kreneks Zwölftonoper „Karl V.“, inszeniert von Carlus Padrissa/La Fura dels Baus. Überhaupt pflegt die Staatsoper in der kommenden Spielzeit intensiver als sonst das weniger bekannte Repertoire, wie sich auch an Puccinis „La Fanciulla del West“, Glucks „Alceste“ und Händels „Agrippina“ zeigt, letztere inszeniert von Barrie Kosky.

Das Bayerische Staatsballett unter Igor Zelensky bringt mit „Jewels“ eine 1967 entstandene Produktion des Tanzvisionärs George Balanchine auf die Bühne des Nationaltheaters. Die zweite Ballettpremiere wird von dem jungen russischen Choreografen Andrey Kaydanovsky realisiert. Zu den Opernfestspielen 2019 gibt es noch ein weiteres Highlight: Einen Liederabend mit der russischen Primadonna Anna Netrebko. (dpa)

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