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Frankfurter Buchmesse
04.10.2014

Kurz und knapp: Aktuelles Literatur-Wissen zum Angeben und Mitreden

Die Frankfurter Buchmesse beginnt und Sie haben keine Ahnung, welche Bücher gerade in sind? Kein Problem: Hier die wichtigsten Kritiken in aller Kürze - zum Angeben und Mitreden.
Foto: Boris Roessler, dpa/Archiv

Die Frankfurter Buchmesse beginnt und Sie haben keine Ahnung, welche Bücher gerade in sind? Kein Problem: Hier die wichtigsten Kritiken in aller Kürze - zum Angeben und Mitreden.

Am 8. Oktober beginnt wieder die Frankfurter Buchmesse. Ein wunderbares Thema für den gepflegten Smalltalk. Nur - was tun, wenn man von der neuesten Literatur überhaupt keine Ahnung hat? Da helfen wir gerne. Unsere Kulturredaktion präsentiert Ihnen hiermit die wichtigsten Kritiken in Kürze - damit Sie auch bei völliger Ahnungslosigkeit sicher auftreten. Man hat ja doch genug zu tun...

Und wer es genauer wissen will: Unsere große Literatur-Beilage zur Frankfurter Buchmesse mit allen ausführlichen Kritiken finden Sie am Samstag, 4. Oktober, in unserer Zeitung.

Titel: Zwei Herren am Strand von Michael Köhlmeier

Darum geht es: Der große Chaplin hatte Depressionen und der große Churchill hatte Depressionen – aus dieser auch noch gleichzeitigen Gemeinsamkeit des vermeintlich so Gegensätzlichen wird hier ein hübsches Doppelporträt gestrickt mit fiktiv fein eingefädelter Freundschaftsgeschichte.

So punkten Sie: Nettes Stückchen vom Ösi Köhlmeier, reicht aber nicht an seine Großwerke wie „Abendland“ heran.

 

Titel: 3000 Euro von Thomas Melle

Darum geht es: Die Liebesgeschichte eines Obdachlosen und einer Discounter-Kassiererin ohne Liebe, aber mit Porno und allerhand anderem Sex. Ein Buch über den ganz großen Absturz.

So punkten Sie: Harte Sprache, hartes Ende.

 

Titel: Am Fluß von Esther Kinsky

Darum geht es: Eine Frau mag Spaziergänge an Flüssen und beschreibt Menschen und Landschaften in Randbezirken Londons und anderswo auf der Welt, etwa an Rhein, Oder, Ganges.

So punkten Sie: Wunderbare Sprache, eigenständiger Blick, öffnet die Augen für die Welt und findet Worte dafür, die man nicht mehr vergisst.

 

Titel: Das achte Leben von Nino Haratischwili

Darum geht es: Eigentlich immer um alles, es ist einen Amoklauf ums Glück, die ganze dramatische Geschichte Georgiens im 20. Jahrhundert, verpackt in eine überbordende Familiensaga und auch noch vernetzt in den Rest der Welt, sogar bis nach Berlin.

So punkten Sie: Toll, dass eine so junge Autorin den Mut zu einem solch großen Wurf und auch noch die sprachlichen Mittel dazu hat.

Titel: Kruso von Lutz Seiler

Darum geht es: Junger Mann flieht im letzten Jahr der DDR aus seinem Leben nach Hiddensee, dem realsozialistischen Capri und Ziel vieler Aussteiger, wo er als Abwäscher in einer merkwürdigen Gemeinschaft mit dem noch merkwürdigeren Kruso landet.

So punkten Sie: Große Sprache, großes Buch über die Bedingungen von Freiheit – oder ist das gar dasselbe?

Titel: Kastelau von Charles Lewinsky

Darum geht es: Der Endsieg fällt aus, doch bis der Krieg vorbei ist, ist sich jeder selbst der Nächste. Ein Filmteam flüchtet aus Berlin, spielt Filmdreh in den Alpen und lernt bald, dass nur ganz wenige für das Charakterfach taugen.

So punkten Sie: Der Lewinsky hat den Dreh raus. So viele Zeitebenen und Erzählperspektiven bruchlos miteinander verschränken, das ist großes Kino.

Titel: Pfaueninsel von Thomas Hettche

Darum geht es: Die Pfaueninsel in Berlin diente den preußischen Königen als Rückzugsgebiet und Experimentierfeld. Mithilfe einer Zwergin, die dort für exotisches Flair sorgen soll, erzählt Hettche die Geschichte der Havel-Insel.

So punkten Sie: Gute Geschichte, interessante Geschichte, mit Tiefenschärfe erzählt.

Titel: Brennerova von Wolf Haas

Darum geht es: Der Haas besorgt es seinem Brenner im achten Ösi-Kulti-Krimi wieder ordentlich, Brutalitäten, Mafia und alles, lässt ihn auch noch liiert sein und sogar heiraten, aber mit unterschiedlichen Frauen, oje!

So punkten Sie: Wieder so eine hanebüchene Verbrechensverwicklung, die man aber trotzdem wieder genießt dank des herrlichen Haas’schen Erzählerwahnsinns (hier am besten Beispiele einstreuen wie „Aber interessant“ oder „Hilfsausdruck“, nicht aber „Jetzt ist schon wieder was passiert“, das kommt diesmal eben nicht vor!).

Titel: Aufstieg und Fall großer Mächte von Tom Rachman

Darum geht es: Bangkok, New York, Wales – nirgends fühlt sich die junge Buchhändlerin Tolly wirklich zu Hause. Warum nur?

So punkten Sie: All diese liebenswürdigen, verschrobenen Sonderlinge, die plötzlich in der Literatur auftauchen. Jetzt muss doch auch mal gut sein.

Titel: Nicht mit mir von Per Petterson

Darum geht es: Eine Jugendfreundschaft, die jäh endet – bis beide Männer sich 35 Jahre später zufällig auf einer Brücke wiedersehen.

So punkten Sie: Petterson kann’s. Diese gebrochenen Figuren! Nichts für Schönwetterromanleser und Happy- End-Fetischisten.

Titel: Das Tiefland von Jhumpa Lahiri

Darum geht es: Zwei Brüder aus Kalkutta, nach dem gewaltsamen Tod des einen, heiratet der andere dessen schwangere Frau, zieht mit ihr in die Ferne.

So punkten Sie: Große Romankunst, aber, mal davon abgesehen: Was sieht die gut aus, diese Frau!

Titel: Geschenkt von Daniel Glattauer

Darum geht es: Wahre Begebenheit: Ein Unbekannter verteilt plötzlich viel Geld an Bedürftige. Dazugedichtet: Der abgehalfterte Journalist Gerold Plassek hat irgendwie etwas damit zu tun, weiß aber selber nicht, wie genau. Außerdem gibt es da noch einen plötzlich aufgetauchten unehelichen Sohn, einige Exen und eine schöne Zahnärztin.

So punkten Sie: Nicht ganz so gut wie „Gut gegen Nordwind“, aber durchaus unterhaltsam.

Titel: Die Liegenden von Michele Serra

Darum geht es: Laptop auf den Knien, Kopfhörer in den Ohren, Handy in der einen Hand, Fernbedienung in der anderen, so verbringt die Jugend ihre Tage – ein Vater kotzt sich aus.

So punkten Sie: Das musste mal endlich geschrieben werden. Wenn es die Kinder doch nur lesen würden ...

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