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26.03.2009

Gunter Demnig entwirft eigenes Grabmal

Gunter Demnig entwirft eigenes Grabmal
Bild: DPA

Kassel (dpa) - Der Künstler Gunter Demnig, Erfinder der "Stolpersteine" zur Erinnerung an Holocaustopfer, hat sein eigenes Grab für die einzige deutsche Künstlernekropole entworfen.

Demnig werde als achter Künstler eine Grabstelle im Habichtswald bei Kassel erhalten, teilte die Stadt Kassel mit. Die Totenstadt wurde 1992 auf Initiative von Harry Kramer entworfen. Der documenta-Künstler war auch der erste, dessen Asche 1997 hier beigesetzt wurde. Seit 2006 ruht auch die Frau des Grafikers Karl Oskar Blase in dem von ihm geschaffenen Grabmal. Die Nekropole ist "Künstlern von documenta-Rang" vorbehalten.

Demnigs "Grabkunstwerk", in dem nach seinem Tod seine Asche ruhen soll, ist nach Angaben der Stadt eine hydraulische Skulptur aus Stahl und soll auf einem fünfeckigen Sockel aus rotem Sandstein stehen, umgeben von einem spiralförmigen Basaltring mit fünf Metern Durchmesser. Bislang gibt es allerdings nur Pläne, gebaut ist das Grabmal noch nicht.

Gunter Demnig wurde 1947 in Berlin geboren. Er studierte in Berlin und an der Kunsthochschule Kassel. Von 1980 bis 1985 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter von Harry Kramer - dem Initiator der Künstlernekropole. Bekannt wurde Demnig durch seine "Stolpersteine". Mit in den Boden eingelassenen Messingtafeln erinnern die mehr als 17 000 Gedenktafeln in mehr als 400 europäischen Städten an Menschen, die Opfer des Holocaust wurden. Die "Stolpersteine" liegen direkt vor den Häusern, in denen die Deportierten zuletzt wohnten.

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