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25.02.2009

"Haar- und Barterlass" in Oberammergau

«Haar- und Barterlass» in Oberammergau
Bild: DPA

Oberammergau (dpa) - Im oberbayerischen Passionsspielort Oberammergau gilt seit Aschermittwoch wieder ein Rasier- und Haarschneideverbot.

Zur Vorbereitung auf die Passionsspiele im Jahr 2010 sollen bei den rund 2500 Mitwirkenden - etwa der Hälfte aller Einwohner - wieder Rauschebärte und die Haarpracht wachsen. Mit dem sogenannten "Haar- und Barterlass", den Regisseur Christian Stückl und der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde, Florian Streibl, mit einem Anschlag an die Tür des Festspielhauses in Kraft setzten, begann die heiße Phase der Passionsspiel-Vorbereitungen. "1850 Erwachsene und 650 Kinder haben sich als Mitwirkende für die Passion 2010 gemeldet. Das sind 300 Leute mehr als beim letzten Mal im Jahr 2000", sagt Stückl. "Alle werden sich die Haare wachsen lassen."

Ausnahmen gibt es lediglich für die römischen Soldaten, die Orchestermusiker, für den Rettungsdienst und die Feuerwehrleute hinter der Bühne. Und auch Christian Stückl wäre von dem Erlass ausgenommen, aber er will mit gutem Beispiel vorangehen. "Meine Haare werden nach der Passion wohl 50 oder 60 Zentimeter lang sein. Da sieht man gleich ein paar Jahre älter aus." Der nächste wichtige Termin ist am 18. April: Dann werden die Namen der 36 Hauptdarsteller bekanntgegeben. Zwei Tage später beginnt der Kartenvorverkauf.

Zu den rund 100 Aufführungen von Mai bis Oktober 2010 werden rund eine halbe Million Zuschauer aus aller Welt erwartet. Mit Hilfe einer Staatsbürgschaft investiert die Gemeinde knapp 33 Millionen Euro in die Passionsspiele. Angestrebt wird ein Reinerlös von 25 Millionen Euro allein in der Gemeindekasse. Die Passionsspiele gehen auf ein Pestgelübde im Jahr 1633 zurück und wurden ein Jahr später zum ersten Mal aufgeführt.

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