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Hollywood
31.08.2018

Der Kandidat ist: Donnersmarck

„Werk ohne Autor“ soll Oscar nach Deutschland holen

Elf Jahre nach seinem Riesenerfolg mit „Das Leben der Anderen“ geht Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck wieder ins Rennen um den Oscar. Sein neuer Film „Werk ohne Autor“ mit den Schauspielern Tom Schilling und Sebastian Koch soll die Trophäe in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film holen.

Eine unabhängige Jury wählte ihn aus elf Kandidaten aus, wie German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, gestern in München mitteilte. „Werk ohne Autor“ erzählt in einem epischen Bogen ein Künstlerschicksal im Nachkriegsdeutschland – in einer Zeit, als es schwierig war, zu einer eigenen Kunstsprache zu finden“, heißt es in der Jury-Begründung. „Der Film hat, unterstützt von einem grandiosen Schauspielerensemble, große poetische Momente und geht gleichzeitig einer essenziellen, auch heute noch aktuellen Frage nach: Das Finden einer eigenen Haltung.“

Die Weltpremiere für „Werk ohne Autor“ ist in der kommenden Woche beim Filmfestival in Venedig. Dort konkurriert der Streifen im Wettbewerb um den Goldenen Löwen. Henckel von Donnersmarck zeigte sich am Donnerstag „sehr glücklich“ darüber, „dass die Fachjury „Werk ohne Autor“ ausgewählt hat, um unser Land bei den Olympischen Spielen in Hollywood zu vertreten“. Über seinen Film sagt er: „Meine Schauspieler, Produzenten und ich haben uns beim Machen von ,Werk ohne Autor‘ gefragt: Welchen Film würden wir selbst auf der Leinwand sehen wollen? Herausgekommen ist eine Liebesgeschichte, ein Familiendrama, eine Biografie Deutschlands im 20. Jahrhundert und ein Streifzug durch die Kunst der Moderne.“ Donnersmarck hatte mit dem DDR-Drama „Das Leben der Anderen“ im Jahr 2007 den Auslands-Oscar geholt. Es ist der bisher letzte Erfolg für Deutschland in der Kategorie. Als Oscar-Kandidaten beworben hatten sich in diesem Jahr unter anderem die Macher des Romy-Schneider-Dramas „3 Tage in Quiberon“ und Michael „Bully“ Herbig mit seinem ersten ernsten Film „Ballon“.

Gegen welche internationale Konkurrenz Henckel von Donnersmarck antreten muss, soll in der ersten Oktoberwoche feststehen. Dann will die Academy die Liste aller Bewerber in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Kinofilm veröffentlichen. Kurz vor Weihnachten soll es eine Shortlist mit neun Kandidaten geben. Die fünf Nominierten sollen am 22. Januar 2019 bekannt gegeben werden, am 24. Februar findet dann die Oscar-Verleihung im Dolby Theater in Hollywood statt. (dpa)

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