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Interaktive Karte
23.05.2018

Die Schauplätze des Krieges in der Region

Der Krieg griff bis in das Allgäu über. Füssen wurde wie viele andere Städte eingenommen. Das „Hohe Schloss“, ein Wahrzeichen der Stadt, wurde dabei schwer beschädigt.
Foto: Christian Gall

Dreißig lange Jahre wütete in Europa die Auseinandersetzung, die als Glaubenskrieg zwischen Katholiken und Protestanten begann. Schwaben traf es besonders hart.

Der Dreißigjährige Krieg hinterließ im ganzen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation eine Spur der Verwüstung. Alle Kriegsparteien unterhielten große Heere, die von einer Schlacht zur nächsten zogen. Im Schlepptau: Krankheiten und Hunger. Zur Versorgung des Militärs wurde oft die Bevölkerung gezwungen. In vielen Teilen des Reichs war 30 Jahre lang an ein sorgenfreies, friedliches Leben nicht zu denken. Dabei wurden viele Menschen nicht einmal 30 Jahre alt.

Die Entscheidung über Krieg und Frieden traf eine Handvoll Staatslenker. Unsere interaktive Grafik zeigt die Truppenbewegungen der kaiserlich-katholischen Armeen und der protestantischen Heere, die zunächst von Dänemark, später aus Schweden kommend bis ins Allgäu vordrangen. Zu sehen ist auch, in welchen Regionen die Menschen besonders zu leiden hatten. Dazu zählt auch Schwaben, das zum Ende des Krieges nur noch ein Drittel der Bevölkerung aufwies wie zum Beginn.

Schwaben traf es auch deshalb besonders hart, weil es zwei Kriterien erfüllte, die es zu einem "attraktiven" Kriegsschauplatz machten: Die Region war militärisch zu schwach, um selbst in die Kämpfe einzugreifen, aber reich genug, dass sich Plünderungen lohnten. In bayerisch Schwaben fanden so gleich vier bedeutende Schlachten des Kriegs statt. Die folgende Karte zeigt, wo diese stattfanden und welche Städte daneben besonders umkämpft waren.

 

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