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Filmfest München

24.06.2017

Iranischer Musiker Najafi hat trotz Mordaufrufen keine Angst

Auf dem Filmfest München wird ein Dokumentarfilm über Shahin Najafi vorgestellt.
Bild:  Alexander Heinl (dpa)

Iranische Geistliche haben zu seiner Ermordung aufgerufen, weil in seiner Musik Islamkritik übt. Angst hat der Musiker trotzdem keine - und präsentiert auf dem Filmfest München einen Dokumentarfilm über sein Leben.

Der iranische Musiker Shahin Najafi hat trotz immer neuer Todesdrohungen keine Angst vor öffentlichen Auftritten.

"Ich muss einfach weitermachen", sagte der 36-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in München. "Wenn jemand an seine Sache glaubt, macht er automatisch weiter", sagte Najafi.

Najafi lebt seit 2005 in Deutschland. 2012 veröffentlichte er das Lied "Naghi", in dem er den Imam Ali al-Hadi an-Naqi anfleht, auf die Erde zurückzukommen und mit Missständen in der iranischen Gesellschaft aufzuräumen. Verschiedene muslimische Geistliche erließen daraufhin eine Todes-Fatwa auf ihn - also eine Rechtsauskunft, die seine Ermordung erlaubt. Najafi tauchte zunächst unter. Inzwischen tritt er wieder öffentlich auf.

Auf dem Filmfest München läuft nun der Dokumentarfilm "Wenn Gott schläft" über sein Leben.

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