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Spiele-Preis 2018

21.07.2018

Das sind die besten Spiele des Jahres

Monopoly ist traditionell eines der beliebtesten Gesellschaftsspiele. Nun werden wieder die Spiele des Jahres ausgezeichnet.
Bild: Tim Brakemeier/dpa

Am Montag wird der Preis „Spiel des Jahres 2018“ vergeben, außerdem der Preis „Kennerspiel des Jahres 2018“. Das sind die Endrundenkandidaten.

Für clevere Köpfe: Azul

Ein abstraktes Legespiel für clevere Köpfe gefällig? Bei „Azul“ geht es darum, eine Wand mit wunderschön anzusehenden Fliesen zu schmücken. Auf Tableaus in der Tischmitte liegen die bunten Kacheln bereit, und wer dran ist, sollte sich gut überlegen, von welchem Tableau er welche Fliesenfarbe nimmt und wo auf dem Spielbrett diese Kachel wohl die beste Ausbeute bringt. Nicht zuletzt müssen die Spieler abschätzen, wie lohnenswert es erscheint, sich als Erster aus der Tischmitte Fliesen zu holen. Zwar bekommt man dadurch einen Minuspunkt, aber eventuell auch lukrative Fliesen. Ständig Abzuwägen ist Trumpf.

Fazit: Ein sehr hochwertig ausgestattetes Spiel, das sowohl optisch als auch spielerisch zu überzeugen weiß.

Für flexible Taktierer: Luxor

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Keine Partie gleicht der anderen. Dies gilt für das Lauf- und Sammelspiel „Luxor“ ganz besonders. Durch das Wegnehmen und Austauschen von Plättchen ändert sich die Auslage auf dem riesigen Spielplan ständig. Die Herausforderung für die Spieler ist es, möglichst schlau auf die neuen Situationen zu reagieren. Speziell ist, dass Karten, die nachgezogen werden, in die Mitte der Kartenhand gesteckt werden müssen und nur die beiden äußeren Karten der Hand fürs Ausspielen zur Verfügung stehen. Dies begrenzt die Handlungsspielräume und fordert den Spielern sowohl Flexibilität als auch Geduld ab.

Fazit: Ein tolles Familienspiel, das mit seiner gelungenen Mischung aus Taktik und Glück auch Vielspieler zu begeistern weiß.

Für intuitive Teamspieler: The Mind

Die Aufgabe ist einfach: Bei „The Mind“ sollen die Spieler Karten mit den Werten 1 bis 100 so in die Mitte legen, dass sich eine aufsteigende Reihenfolge ergibt. Das Problem: Niemand kennt die Zahlenwerte der Mitspieler – und miteinander zu reden oder sich Hinweise zu geben ist tabu. Kann sowas funktionieren? Ja, es kann, und das Glücksgefühl im Fall des Erfolgs ist riesig. Runde um Runde bekommt man mehr Karten auf die Hand. Gelegentlich einen Fehler zu machen, ist erlaubt. Um nicht zu verlieren, ist allerdings Konzentration und die Bereitschaft notwendig, sich voll und ganz auf das Spiel und die Gruppe einzulassen.

Fazit: Ein intuitives Teamspiel, das den Ehrgeiz weckt, es bis zum letzten Level schaffen zu wollen.

Spiel des Jahres 2018: Das sind die Kandidaten

Für Glückspilze: Die Quacksalber

Glück und Pech liegen bei „Die Quacksalber von Quedlinburg“ nahe beieinander. Nach und nach ziehen die Spieler aus ihrem mit gleich geformten Zutatenplättchen gefüllten Stoffbeutel je eine Zutat, die auf ihrem Kessel-Tableau diverse Vorteile bringt. Doch Achtung: Kessel, die mit zu vielen Knallerbsen bestückt werden, explodieren. Da dann wertvolle Siegpunkte, Kaufmöglichkeiten oder Boni flöten gehen, hofft jeder Spieler, er möge beim Ziehen eher keine Erbsen ziehen. Vorsichtige Spieler hören lieber vorzeitig auf, statt die Kesselexplosion zu riskieren. Das Spiel bietet einige taktische Möglichkeiten. Trotzdem überwiegt der Glücksfaktor.

Fazit: Ein optisch sehr schön gestaltetes Spiel mit hohem Ärger-Potenzial.

Für Würfelfreunde: Ganz schön clever

Der Zusatz auf der Packung von „Ganz schön clever“ stimmt. Dort steht: „Besonders gut geeignet für zwei Spieler“. In einem schönen Hin und Her darf mal der eine, mal der andere Spieler die Würfel aussuchen, werten und entscheiden, welche Würfel für den Mitspieler zur Seite kommen. Am Ende jeder Runde bleiben für den Mitspieler mindestens drei Würfel übrig, und da er nur ein Ergebnis auf seinem Wertungsblock eintragen darf, steht auch er vor der Qual der Wahl. Welcher Würfeleintrag ist am besten? Besteht vielleicht die Chance, einen Bonus zu bekommen? Das Ziel ist es, durch clevere Spielzüge und möglichst viele Kettenreaktionen die meisten Punkte zu bekommen.

Fazit: Zum Mitdenken und fürs schlaue Kombinieren.

Für Optimierer: Heaven & Ale

Zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Dinge zu tun – diese Devise ist bei „Heaven & Ale“ zentral. Was unter „richtig“ zu verstehen ist, müssen die Spieler mit Köpfchen, aber auch aus dem Bauch heraus entscheiden. Denn wer weiß, welche Felder die Mitspieler abgrasen und welche Plättchen nachgelegt werden? Soll ich meine Plättchen zudem lieber auf der Sonnen- oder der Schattenseite meines Gartens platzieren? Hier eine gute Balance zu finden sowie ein Auge auf das Vorankommen des Baumeisters zu haben, ist eine gute Strategie. Allerdings führen bei dem optisch und mechanisch top gelungenen Spiel viele Wege zum Sieg, der erst nach einer ausgeklügelten Schlusswertung feststeht.

Fazit: Sehr fordernd, reizvoll und spannend.

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