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Deutsche Belletristik
13.10.2019

"Auf dem Seil": so lebendig, so wahrhaftig

Terézia Mora: Auf dem Seil
Foto: Luchterhand Literaturverlag

Plus Die Erzählung um den IT-Fachmann Darius Kopp wird fortgesetzt. Er ist ein Mensch, der im dritten Band seinen Frieden damit gemacht hat, ein Niemand zu sein.

Auf diese Fortsetzung hat man als Leser tatsächlich gewartet. Es war einfach zu grausam, wie das Schicksal dem IT-Fachmann Darius Kopp zugesetzt hat. Erst hat er seinen Job verloren, dann seine Frau („Der einzige Mann auf dem Kontinent“). Da war er noch eine ehe skurrile Figur im hippen Berlin der Nuller-Jahre, ein IT-Hochstapler, dem es nicht mehr gelang, sich erfolgreich durchs (Berufs-)leben durchzuwurschteln. Dann allerdings hat die Schriftstellerin Terézia Mora diesen Kopp buchstäblich in eine tragische Figur verwandelt. Seine Frau begeht für ihn völlig unerwartet Selbstmord, und Kopp muss schmerzlich lernen, wie wenig er von ihr tatsächlich gewusst hat. Denn ihr Tagebuch öffnet Kopp auf schmerzhafte Weise die Augen. Der Mensch, den er geliebt hat, entpuppt sich als ein anderer. Sein Leben befindet sich auf dem absoluten Tiefpunkt und das einzige Ziel, das er noch hat, ist, einen Ort für die Asche seiner Frau zu finden. „Das Ungeheuer“ wurde 2013 mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

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