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Spieletipps

21.02.2021

Empfohlene Spieleneuheiten: Von Kinder- bis Kennerspiel

Trotz der steigenden Zahl elektronischer Unterhaltungsmedien erfreuen sich Gesellschaftsspiele weiterhin großer Beliebtheit.
Bild: Annika Gonnermann

Plus Spielen erlebt im Lockdown einen Boom. Aber wer will immer das Gleiche spielen, wenn es ständig Neues zu entdecken gibt? Tipps einer Expertin nach Alter und Spieltyp.

Spieleexpertin Iris Treiber begutachtet die Neuveröffentlichungen aus dem Spiele-Markt. Und der wächst in Corona-Zeiten ja immer weiter. Umso wichtiger also sind die Tipps von jemandem, der den Überblick hat. Hier sind die Tipps der Expertin.

Für die Kleinen: "Mary Magica"

„Mary Magica“ hat alle ihre Kleider gleich fünfmal: Schuhe, Hose, Kleid, Umhang, Hut und natürlich den Besen. Nun verzaubert sie aus Versehen jeweils drei – aber welche? Das wollen die Spieler herausfinden und die Kleider einsammeln. Alle Kleidungsstücke liegen als Plättchen offen in der Mitte. Reihum wird eine der 18 gemischten Suchkarten aufgedeckt und „Mary Magica“, eine kleine, hölzerne, magnetische Figur, zu einem der Kleider bewegt und darauf gestellt. Bleibt das Plättchen hängen, wenn man sie wieder anhebt? Prima. Dann hat der Spieler ein verzaubertes, magnetisierbares Kleidungsstück gefunden und darf es vor sich ablegen. Wer hat zum Schluss die meisten Kleider gesammelt? Die oder der gewinnt. „Mary Magica“ ist ein sehr einfaches, kindgerecht gestaltetes Memo- und Glücksspiel, das mit seinen Magneten jüngere Kinder begeistert.

Mary Magica Magnet-Spiel von Wolfgang Dirscherl, zwei bis fünf Personen ab drei Jahren, Pegasus, etwa 17 Euro

"Crazy Tower": Für die ganze Familie

Bei „Crazy Tower“, englisch für „verrückter Turm“, geht’s, hoffentlich, hoch hinaus. Wir haben je sieben Bausteine, die aus einem bis fünf Würfeln zusammengesetzt sind. Dazu gibt’s 21 Etagenkarten aus 5 x 5 Feldern. Manche dieser Felder bringen Aktionen: Stein entfernen, weiteren Stein setzen, Steine untereinander tauschen, frei lassen ... Abwechselnd sind wir dran und setzen einen Baustein ein, und zwar entweder auf die Etagenkarte, die zuoberst liegt, oder auf die Etagenkarte, die wir gerade gelegt haben. Bringen wir den Turm zum Einsturz, gewinnt, wer jetzt die wenigsten Würfel in den eigenen Bausteinen hat. In einer Variante spielen wir als Architekt*innen gegen eine*n Saboteur*in, die/der natürlich will, dass uns der Turm einstürzt. In einer Solovariante erwarten uns 20 verschiedene Aufgaben. „Crazy Tower“ ist ein unkompliziertes, gelungenes Stapelspiel und macht viel Spaß.

Crazy Tower Stapelspiel von Alexis Hravey u.a., eine bis vier Personen ab acht Jahren, Asmodee/Synapses, etwa 20 Euro

"Kaito": Das Strategieschlagspiel für zwei Personen

In „Kaito“, japanisch für Meisterdieb, sind wir zwei Samurai und versuchen, uns gegenseitig die Schwerter, Helme und Wappen wegzunehmen. Die liegen als Spielsteine in einem 6 x 6-Quadrat zufällig verteilt aus. Mittendrin ist der „Kaito“ unterwegs, den wir immer abwechselnd waagrecht oder senkrecht ziehen. Den Stein, auf dem sein Zug endet, schlagen wir. Wer zuerst die sieben Schwerter oder die drei Helme der/des anderen geschlagen hat, gewinnt. Wir grübeln und ziehen, versuchen, eigene Helme und Schwerter zurückzuerobern, indem wir fremde Wappen eintauschen. Mit der richtigen Strategie und etwas Glück gewinnen wir diese rundum gelungene Herausforderung. „Kaito“ macht auch deshalb viel Spaß, weil die Holzsteine sich sehr gut anfühlen und grafisch ansprechend mit roten und schwarzen Zeichnungen gestaltet sind.

Kaito Strategieschlagspiel von Inon Kohn, zwei Personen ab sieben Jahren, Steffen-Spiele, etwa 20 Euro

"My City": Das Legacy-Spiel für Ausdauernde

„My City“, englisch für „Meine Stadt“, ist ein Legacy-Spiel, also ein Spiel, bei dem sich das Material von Runde zu Runde verändert, und zwar meist dauerhaft. Legacy ist das englische Wort für Erbe oder Vermächtnis. Wir starten mit je 24 Gebäuden in drei Farben, Regeln und Material kommen nach und nach aus verschlossenen Umschlägen dazu. Unsere Städte bauen wir auf Wiesen oder Wald, zwischen wenige Steine und viele Bäume. Mal sollen die Gebäude einer Farbe eng zusammenstehen, mal nicht. Und dann gibt’s da noch den Fluss und die Kirchen, die wir so legen sollen, dass sie … Stopp! Mehr wird nicht verraten, denn „My City“ lebt auch von der Spannung auf das, was die nächsten Umschläge bringen. Welche Fortschritte macht die eigene Stadt? Wer die meisten Fortschrittspunkte erzielt, gewinnt das wunderbare Spiel. „My City“ war zum „Spiel des Jahres 2020“ nominiert worden.

My City Lege-Legacyspiel von Reiner Knizia, zwei bis vier Personen ab zehn Jahren, Kosmos, etwa 35 Euro

Für Fortgeschrittene: "Dreamscape"

Auf unserem gemeinsamen Traumweltplan mit Traumorten sind unsere Schläfer-Figuren unterwegs, auf unserem eigenen Träumeplan unsere Träumer-Figur. Dort gestalten wir eine eigene Traumlandschaft, auf Englisch „Dreamscape“, aus lauter kleinen, runden Traumsplittern aus der Traumwelt. Also los: Splitter ziehen, verschieben, entfernen, Zusatzschritte erwirtschaften, Traumkarten wählen … Finden wir eine passende? Sammelt der Schläfer die richtigen Splitter ein? Können wir die Traumziele erfüllen und haben die meisten Splitter oder die meisten einer Farbe? Nach einigen Runden kommen Albtraumsplitter ins Spiel, die natürlich unsere Träume stören … Wir brauchen Glück und eine gute Strategie in diesem tollen und anspruchsvollen Spiel. „Dreamscape“ ist zart gezeichnet und hat aufwendig gestaltetes Holzmaterial. Verwirklichen wir unsere Träume mit den meisten Siegpunkten?

Dreamscape Strategie-Brettspiel von David Ausloos, eine bis vier Personen ab zwölf Jahren, Huch/Sylex, etwa 36 Euro

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