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Film
21.08.2021

Johnny Depp will eigene Filme nicht sehen: "Ist mir unangenehm"

Seine eigenen Filme möchte Johnny Depp "lieber nicht sehen, das ist mir unangenehm, ich mag mich nicht selbst anschauen".
Foto: Alvaro Barrientos, AP/dpa

Exklusiv Seine eigenen Filme möchte Johnny Depp "lieber nicht sehen, das ist mir unangenehm, ich mag mich nicht selbst anschauen".

Schauspielstar Johnny Depp („Fluch der Karibik“) hält überhaupt nichts von den Oscars. „Ich hasse die ganze Idee dieses Wettbewerbs, dass ein Haufen Schauspieler gegeneinander antritt“, sagt er in einem Interview mit unserer Redaktion. Es gäbe doch auch keinen Preis für den besten Bediener des Kamerawagens, den besten Friseur oder besten Klempner. Der 58-Jährige: „Ich glaube einfach nicht an den Gedanken des Besten.“ Darum sei ihm nach drei Oscar-Nominierungen auch völlig gleichgültig, ob er die Trophäe mal gewinne. Depp: „Da bleibe ich lieber zu Hause und male, statt zu diesen Veranstaltungen zu gehen.“ Und auch seine eigenen Filme will Depp nicht sehen: „Das ist mir unangenehm, ich mag mich nicht selbst anschauen.“

Johnny Depp: "Ich glaube, ich bin noch nicht fertig"

Aktuell ist der US-Star als Produzent der Dokumentation „Shane“ über den ehemaligen Frontmann der Punkband „The Pogue“ in den Kinos. Generell äußerte er sich sehr kritisch über die Filmbranche: „97 Prozent aller Filme, die gedreht werden, müssten gar nicht sein.“ Er selbst gebe sich Mühe, nur Filme auszuwählen, die ihm wirklich etwas bedeuten. Und da sei trotz eines Vermögens, mit dem er sich längst zur Ruhe setzen könnte, auch noch etwas von ihm zu erwarten: „Ich glaube, ich bin noch nicht fertig.“ Marlon Brando, der „ein großartiger Mentor, Lehrer und Freund, Bruder, Vater“ für ihn gewesen sei, habe ihn einst gewarnt: „Wir haben nur eine bestimmte Anzahl von Gesichtern in unseren Taschen.“ Depp ist überzeugt: „Ich habe das Gefühl, dass mir die Gesichter noch nicht ausgegangen sind.“

Über seine berühmteste Rolle, den Piraten Jack Sparrow in der Reihe „Fluch der Karibik“, sagte Johnny Depp unserer Redaktion: „Ich habe die ultimative Respektlosigkeit gesucht. Und sie gefunden.“ Als er die Figur erfand sei seine Tochter Lily Rose drei Jahre alt gewesen: „Ich hatte also drei Jahre lang nichts anderes gesehen außer Trickfilme. Ich fragte mich, warum Zeichentrickfiguren mit Dingen durchkommen, die wir in unserem Alltag nicht bringen könnten.“ Das sei dann sein Ansatz geworden: „Er kann sagen, was er will, und die Leute sagen: „Richtig!“

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