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Ist das Abba-Comeback ein Grund zur Freude? Aber klar!

Kommentar Von Wolfgang Schütz
10.09.2021

Denn die, die da ihre neuen Songs singen, sind - gealtert, aber lebendig und unverwechselbar: Abba. Und machen mit ihrem Comeback Millionen Menschen weltweit eine Freude, findet unser Autor.

Sind die bisher bekannten neuen Lieder vielleicht nicht ganz der alte Abba-Goldstandard? Wirken die Pläne mit den Avatar-Konzerten des Quartetts eventuell ein bisschen befremdlich? Ja, na klar, es findet schon ein paar Gründe, über die Art und Weise der Rückkehr von Agnetha und Anni-Fried, Björn und Benny zu meckern – wer denn unbedingt meint, danach suchen zu müssen. Aber wenn diese lebenden Pop-Legenden denn Freude daran haben, noch mal Musik zu machen, und damit zweifellos auch Millionen Menschen weltweit eine Freude machen: Wieso sollte dieses Comeback dann nicht ganz einfach ein Grund zur Freude sein?

Abba! Ist das nicht schön?

Auszuschließen scheint, dass es ihnen dabei einfach nur ums Geld geht. Und als ebenso unwahrscheinlich darf doch gelten, dass sie nun gleich einen solchen Mist fabrizieren, dass sie damit ihren eigentlich doch in Marmor gemeißelten Heldenstatus beschädigen. Und sowieso: Bei wie vielen gealterten Stars ist es ohnehin so, dass neue Veröffentlichungen halt vor allem ein immer willkommener Anlass sind, wieder mal Lust auf deren Klassiker zu haben? Dass die Songs wie die Figuren dabei vielleicht längst wie aus der Zeit gefallen wirken, spielt dabei keine Rolle. Popmusik konserviert ein Lebensgefühl – es gelegentlich wieder zu aktivieren kann dann Mitgealterte sehr leicht sehr glücklich machen. Im Fall von Abba infizieren die schönen Harmonien mitunter sogar Kinder des 21. Jahrhunderts neu. Toll!

Beim Schweden-Vierer kommt hinzu, dass es ja noch das Original ist, alle dabei, alle machen mit. Das ist was ganz anderes als bei Bands, die einfach weitermachen oder immer wiederkehren, obwohl wesentliche Mitglieder nicht mehr da sind. Es sind – gealtert, aber lebendig, unverwechselbar: Abba! Ist das nicht schön?

Lesen Sie dazu auch den Kontra-Kommentar von Stefanie Wirsching

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