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Für Kinder erklärt
20.05.2021

Neue App: Mit Melli Fera lernst Du Neues über Bienen und Pflanzen

Melli Fera heißt die Imkerin, die in der "Bee Active"-App Interessantes über Honigbienen erzählt. Die Spielerinnen und Spieler helfen ihr dabei, ein digitales Bienenvolk zu pflegen.
Foto: beeactive.app

Fachleute habe eine neue App entwickelt, mit der Jungen und Mädchen mehr über das Leben der Bienen und auch über Pflanzen erfahren sollen. Dabei geht es auch raus in die Natur.

Bienen sind niedlich, können aber auch stechen – deswegen trauen sich viele Menschen nicht ohne Schutzanzug an ein Bienenvolk heran. Über eine neue App sollen Kinder und Jugendliche aber nun an das Imkern herangeführt werden – und zwar stichfrei.

Seit über zwei Jahren arbeiten der Würzburger Bienenforscher Jürgen Tautz, Bildungsexpertin Helga Rolletschek und Spielefachmann Florian Schimpf zusammen mit zwei Programmierern an diesem Mini-Programm fürs Smartphone. Die Idee: Sie möchten damit Jungen und Mädchen mehr über Bienen und Pflanzen beibringen und sie dabei auch anspornen, in die Natur zu gehen und aktiv zu werden. Herausgekommen ist „Bee Active“, das heute zum Welt-Bienen-Tag herauskommt. Capito durfte es vorher schon einmal testen.

Das Futter sind Pflanzenfotos

Und so geht’s: Wer „Bee Active“ spielen will, braucht dafür ein Smartphone und die App, die es kostenlos im Internet gibt. Sobald du die App startest, taucht die digitale Imkerin Melli Fera auf, die dir immer wieder Interessantes über Bienen erzählt und dir außerdem Tipps gibt. Mit der App kannst du dann digitale Bienenvölker aufstellen, die du auch durch die Kamera des Handys dann wirklich in einer echten Umgebung sehen kannst. Zum Beispiel im Garten oder an einer Stelle im Park. Das ist so ähnlich wie bei dem beliebten Handyspiel „Pokémon Go“, bei dem in der echten Welt lustige digitale Monster mit dem Handy sichtbar und dann gesammelt werden.

Das digitale Bienenvolk kann zum Beispiel im eigenen Garten aufgestellt werden.
Foto: beeactive.app

Gänseblümchen sind das Super-Futter

Sammeln sollst du auch mit der App „Bee Active“ – und zwar Fotos von echten Blumen. Die sind das Futter für die Bienen, die in dem digitalen Bienenstock leben. Wie eine echte Biene musst du also in der Natur auf Blütensuche gehen. Hast du eine Blüte gefunden, schießt du über die App und deine Handykamera ein Bild davon. Das wird in der App hochgeladen und mit einer großen Pflanzendatenbank namens „Flora Incognita“ verglichen. Innerhalb weniger Sekunden zeigt dir dann die App, welche Pflanze du fotografiert hast. Sie sagt dir außerdem, wie viel Bienennahrung drinsteckt. Überraschung: Das Gänseblümchen ist Bienen-Super-Futter.

Die App ist mit einer Pflanzen-Datenbank verbunden und zeigt schnell an, welche Pflanze da fotografiert wurde und wie viel Nutzen sie für eine Biene hat.
Foto: beeactive.app

Für jede fotografierte Pflanze bekommst du dann Honig-Punkte – die kannst du auch mit anderen Spielerinnen und Spielern vergleichen und auch tauschen. Je besser es deinem Bienenvolk geht, desto stärker wächst es. Wird es nicht gepflegt und gefüttert, kann es auch wie im echten Leben eingehen

Je mehr Fotos von Blüten geschossen werden, desto mehr Nektar und Pollen wird digital gesammelt und desto mehr Honig bekommt das digitale Bienenvolk.
Foto: beeactive.app

Ein Volk braucht auch Pollen, um gesund zu sein

„Es ist auch wichtig, nicht nur viel Nektar zu sammeln, sondern auch viel Blütenstaub. Pollen sind nämlich wichtig für die Gesundheit des Bienenvolkes“, sagt Florian Schimpf, der das Spiel mitentwickeln hat und Experte für Lernspiele ist. Imker ist er außerdem.

Ziel des Spiels ist, möglichst viel Honig und Pollen zu sammeln und viele gesunde Bienenvölker aufzustellen. Die Handyfotos helfen den Fachleuten auch, Blühkarten zu erstellen. Aber eigentlich geht es um noch viel mehr: Kinder und Jugendliche sollen raus in die Natur gehen, sich bewegen und mehr über die Arten lernen. Denn: Wer sich mit der Natur auskennt, der schützt sie auch besser. „Die Kinder und Jugendlichen sollten sich früh der Verantwortung bewusst werden, die sie für unsere Welt haben“, sagt Jürgen Tautz. Und wer weiß: Vielleicht bekommt ja der eine oder die andere digitale Imkerin doch irgendwann mal Lust, sich um echte Bienen zu kümmern.

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