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Geschichte
27.06.2021

Holocaust-Überlebender erzählt, wie er den NS-Massenmörder Eichmann verhörte

Links: Michael Goldmann ist heute 96 und lebt in Tel Aviv. Rechts: Adolf Eichmann während des Prozesses 1961 in Jerusalem.
Foto: picture alliance, dpa

Plus Michael Goldmann überlebte als Einziger seiner Familie den Holocaust - und verhörte dann Adolf Eichmann, war Zeuge der Exekution und schüttete dessen Asche ins Meer.

Vor sechzig Jahren, am 11. April 1961, beginnt in Jerusalem der Prozess gegen Adolf Eichmann. Laut Anklageschrift hat er „zusammen mit anderen“ während des Zweiten Weltkriegs Verbrechen gegen das jüdische Volk, Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Kriegsverbrechen begangen. Er sei einer der wichtigsten Verantwortlichen für die Durchführung der „Endlösung“, des sechsmillionenfachen Mordes an europäischen Juden, gewesen.

Eichmann hatte nach dem Zweiten Weltkrieg in Argentinien unter falschem Namen Zuflucht gefunden. Doch 1960 wurde er vom israelischen Geheimdienst Mossad gekidnappt. Am 23. Mai 1960 verkündete Regierungschef David Ben Gurion der Öffentlichkeit, dass Eichmann in Israel sei „und hier vor Gericht stehen wird“.

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