Newsticker
Sachsens Ministerpräsident Kretschmer für mehr Freiheiten schon nach erster AstraZeneca-Dosis
  1. Startseite
  2. Kultur
  3. Journal
  4. Internationale Belletristik: "Schutzzone": Eine Geschichte zwischen Völkermord und Liebe

Internationale Belletristik
13.10.2019

"Schutzzone": Eine Geschichte zwischen Völkermord und Liebe

Nora Bossong: Schutzzone
Foto: Suhrkamp

Plus Eine 332-seitige Überraschung über eine Geschichte von Liebe in Zeiten von Krieg, Friedensverhandlungen und Völkermord mit Überraschungen aus dem Hinterhalt.

Die Größe dieses Buches, die Wucht der Geschichte, sieht man „Schutzzone“ nicht an. Auf dem Büchertisch wirkt es diplomatisch zurückhaltend, fast unterkühlt, der Klappentext eher nüchtern, fast google-optimiert – Völkermord, Vereinte Nationen, Trennung der Eltern, Luxushotels, Krisenregionen, Souveränität und Friedensmaßnahmen – das soll mitreißend, spannend sein? Aber: Ist es! Dass „Schutzzone“ eine 332-seitige Überraschung ist, liegt vor allem an Nora Bossongs sprachlichem Können, an der Virtuosität, mit der sie diese Geschichte von Liebe in Zeiten des Krieges, der Friedensverhandlungen, des Völkermords erzählt und es schafft, das Private mit der großen Weltpolitik zu verweben, ohne dass es konstruiert, ausgedacht oder gar absurd wirkt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren