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Immer noch ins gedruckte Lexikon schauen? Praktisch ist anders

Kommentar Von Lea Thies
12.01.2021

So schön analoge Lexika sind, sie sind einfach nicht mehr so praktisch wie ihre digitalen Kollegen.

Sieht schon schön aus, so eine Brockhaus-Reihe im Bücherregal. Edel, wertig, und sie schmückt den Besitzer mit den Attributen „interessiert“, „wissbegierig“ und „belesen“. Fragt man heute junge Menschen, wird ihnen vielleicht auch das Attribut „old school“ einfallen, was aus der Jugendsprache übersetzt so viel heißt wie altmodisch.

Ein namhaftes Online-Lexikon ist eine vertrauenswürdige Quelle

So schön analoge Lexika sind, so viel Spaß es macht, darin nachzuschlagen und Seiten umzublättern, in Zeiten von „das google ich mal schnell“ und „ich ziehe mal wieder um“ – sie sind einfach nicht mehr so praktisch wie ihre digitalen Kollegen. Heutzutage ist es nicht mehr nur wichtig, was daheim im Bücherregal steht, es ist auch normal geworden, das Wissen der Welt in der Hosentasche zu tragen. Via Smartphone haben wir Zugang zu unzähligen Internetseiten, leider auch zu allerhand Falschmeldungen – und so kann man mit einer Online-Ausgabe eines namhaften Lexikons jederzeit den Wikipedia-Jüngern oder dem Typ „Hab ich auf Seite x y z gefunden“ schnell etwas Fundiertes entgegenhalten. Ein namhaftes Online-Lexikon ist eine vertrauenswürdige Quelle in einem Meer aus digitalen Falschmeldungen und daher in der heutigen Zeit ein immens wichtiges Gut. Und eine sich immer wieder aktualisierende noch dazu. Denn heutzutage ist es nicht mehr so wie mit der von Opa geerbten Enzyklopädie, dass die DDR einfach auf den Seiten im Bücherregal weiterexistiert und Berlin nach wie vor eine geteilte Stadt ist: Update unmöglich beziehungsweise teuer.

Zum Schluss noch das „Todtragargument“: Wer sein Hab und Gut schon ein paar Mal häufiger in Kisten verstaut und anderen Orts wieder ausgepackt hat, weiß auch, was so viel Wissen zwischen Buchdeckeln wiegt – bei aller Schönheit.

Lesen Sie auch den Pro-Kommentar von Stefan Dosch

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