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Mit Sonnencreme nachlässig sein? Nein!

Kommentar Von Stefanie Wirsching
18.07.2020

Sommerzeit ist Sonnenbrandzeit. Das heißt auch: An Sonnencreme führt kein Weg vorbei, findet unsere Autorin.

Der Mensch neigt zur Nachlässigkeit. Das ist schön, es macht ihn zum Menschen. Aber der Körper des Menschen verzeiht Nachlässigkeit leider nicht. Zahnseide nicht täglich verwendet? Tja, schade, um den Backenzahn 24, rechts bös kariös. Ihm Urlaub den Pommes an der Strandbude einfach nicht widerstehen können? Drei Kilo mehr, die den Körper nicht mehr verlassen wollen. Auf den Sport mal für ein, zwei, drei Monate verzichtet? Keuchend auf den Treppenstufen die eigene Faulheit verflucht. So ist das nun mal. Zähne bröckeln, Haut schlägt Falten, Taillen dehnen sich aus, Zellen altern... und nur durch ständige Pflege kann man den Verfall etwas hinauszögern.

Eingebläuter Lernstoff: Ein Sonnenbrand reicht!

Damit zur Sonnencreme! Natürlich grauenhaft. Eine Zumutung. Klebt! Verschmiert Bücher, Sonnenbrillen, Badeklamotten. In Zusammenhang mit Sand verwandelt sie sich zur Panade. Sorgt für gelbe Ränder am Schwimmbad, für Ölfilme auf dem Meer. Kinder hassen ihre Eltern im Moment des Eincremens. Nach dem Baden muss man sie erneut auftragen. Dann muss man jemanden haben, der einem auch den Rücken eincremt. Und wehe, man vergisst ein Fleckchen Haut. Eingebläuter Lernstoff: Ein Sonnenbrand reicht!

Was aber sonst tun? Mit Hut und langen Gewändern den Strand entlangwandeln? Wie aber dann Ball mit den Kindern spielen? Gar nicht mehr an die Sonne gehen, grottenolmartig im dunklen Zimmer den Sommer draußen vorbeiziehen lassen? Schlägt aufs Gemüt, also auch nicht zu empfehlen. Nein, an Sonnencreme führt kein Weg vorbei. Dafür trägt der Mensch kein oder beziehungsweise kaum Fell, in das sich unbemerkt Ungeziefer hängt. Man muss es auch von dieser Seite sehen. Und die Sonnencreme liebevoll verschmieren – froh sein, dass die Sonne scheint!.

Lesen Sie auch den gegenteiligen Kommentar von Michael Schreiner.

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