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Olympia geguckt? Ja, darauf kann man nicht verzichten

Kommentar Von Wolfgang Schütz
06.08.2021

Unfassbar, was die Athletinnen und Athleten da leisten - da muss man natürlich einschalten. Mitfreude-Tränen garantiert.

Die Umstände mögen prekär sein, die Organisationsstrukturen fragwürdig, die Uhrzeiten ungünstig: Wer sich aber auch nur ein bisschen für Sport interessiert und sich all den Unbilden zum Trotz mit offenen Augen fürs Wesentliche einmal in die Auswahl der Live-Streams von den Olympischen Spielen in Tokio einloggt, wird vom ewigen Faszinosum überwältigt.

Unfassbar, was die Athletinnen und Athleten da leisten, gerade auch in Disziplinen, die die meisten eben höchstens bei Olympia mal ansehen. Nur mal zum Beispiel der vergangene Sonntag: Klar, da hat Alexander Zverev im Tennis triumphiert und zugleich sein Finalgegner Khachanov das Drama erlebt, im wichtigsten Match seiner Karriere nie ins Spiel gefunden zu haben – zum Schlägerzerdeppern!

 

Da erlebt man historische Momente

Aber da war außerdem ein irrwitziges Finale im Badminton der Frauen. Da war die historische, freiwillige Teilung der Goldmedaille im Hochsprung der Männer, was den Italiener Tamberi vor Freude ausrasten ließ. Da war im letzten Versuch der sagenhafte Weltrekord im Dreisprung der Frauen durch die Venezolanerin Rojas. Da war ein so tolles wie spannendes Basketballspiel in der Vorrunde zwischen abgezockten Spaniern und hingebungsvollen Slowenen. Da ging Golf in ein packendes Finale. Da schossen die Argentinier sensationell die USA im Volleyball ab und damit den Titelverteidiger raus – mit Schmetterbällen aus Höhen von bis zu 3,50 Metern …

Während es draußen dröge regnete, konnten einem drinnen bei Olympia aus Tokio Mitfreude-Tränen, Spannungskitzel und Überwältigungsgänsehaut kommen. Und auf dieses Erlebnis verzichten, weil …? Nein! Man wird, um es mit einem schönen Wort des Schriftstellers Georg Klein zu sagen: sportfromm. Toll!

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