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Romane, Sachbücher, Krimis: Unsere 11 Buch-Tipps für den Herbst

Bild: Arne Dedert, dpa (Symbol/Archiv)

Bei der Frankfurter Buchmesse dreht sich fünf Tage lang alles rund ums Lesen. Als kleinen Vorgeschmack präsentiert unsere Journal-Redaktion ihre Tipps für den Herbst 2019.

Herbstzeit ist Bücherzeit. Fünf Tage lang dreht sich bei der Frankfurter Buchmesse alles ums Lesen. Tausende neue Bücher werden dann in den Messehallen vorstellt: Angefangen von Romanen über Sachbücher, Ratgeber, Bildbände, Reiseführer bis hin zu unzähligen Kinder- und Jugendbüchern. Wer soll das alles lesen? Und dann gilt es ja auch noch die großartige Literatur aus dem Gastland Norwegen zu entdecken.

Die Journal-Redaktion stellt Ihnen zehn Tipps vor. Noch mehr Buchbesprechungen können Sie in der Print- und E-Paper-Ausgabe unseres Wochenend-Journals entdecken. Der wichtigste Tipp aber angesichts der vielen Bücher: Am besten gleich loslesen…
Ihre Journal-Redaktion 

Bild: Hanser Literaturverlage

Jackie Thomae: Brüder. Zwei deutsche Männer, geboren im gleichen Jahr in der DDR, ihr Vater ein Medizinstudent aus Senegal, den sie nicht kennen. Die Berliner Schriftstellerin Jackie Thomae erzählt in diesem herausragenden Roman des Literaturherbstes von zwei Brüdern, die vor den gleichen Lebensfragen stehen und sie ganz unterschiedlich beantworten. Herkunft, Familie, was macht uns aus? Die ausführliche Rezension finden Sie hier.

Bild: Rowohlt

Eugen Ruge: Metropol. Der Buchpreisgewinner Eugen Ruge schreibt wieder über seine Familie.  Großmutter Charlotte, die in den 30er in Moskau lebte, einquartiert im legendären Hotel  „Metropol“ und für den  Nachrichtendienst der Kommunistischen Internationalen arbeitete.  Dann wird die bewährte Genossin plötzlich selbst verdächtigt. Metropol ist das beeindruckende Psychogramm einer unter Stalins Terror zweifelnden Agentin. Hier geht es zur Buchbesprechung.

Bild: Suhrkamp

Nora Bossong: Schutzzone. Eine UN-Mitarbeiterin verzweifelt in Genf an Politik und Liebe. Virtuos schafft es Nora Bossong eine private Geschichte mit der großen Weltpolitik zu verweben, ohne dass es konstruiert, ausgedacht oder gar absurd wirkt. Mehr lesen Sie hier.

Bild: Luchterhand Literaturverlag

Terézia Mora: Auf dem Seil. Auf diese Fortsetzung hat man als Leser tatsächlich gehofft und gewartet. Es war einfach zu grausam, wie das Schicksal dem IT-Fachmann Darius Kopp zugesetzt hat.  Vor fünf Jahren wurde Mora für den zweiten Band mit ihrer Hauptfigur Kopp, diesem gescheiterten Lebenskünstler, mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Im Nachfolger nun schafft sie es mühelos, das hohe Niveau zu halten. Die ausführliche Rezension finden Sie hier.

Bild: Hanser Literaturverlage

Nicolas Mathieu: Wie später ihre Kinder. Was passiert, wenn Menschen nicht mehr das Gefühl haben, dazuzugehören? Darüber schreibt  Nicolas Mathieu in seinem trostlos-realistischen Heimatroman, mit dem er mitten hinein zielt in eine schwärende Wunde in der französischen Gesellschaft: Wer ist schuld daran, dass ganze Landstriche ausbluten, weil Unternehmen schließen, Arbeitsplätze verschwinden? Wer kümmert sich um die betroffenen Menschen? Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt. Mehr lesen Sie hier.

Bild: Berlin Verlag

Margaret Atwood: Die Zeuginnen. Tante Lydia ist zurück! Und mit ihr der ganze Unrechtsstaat Gilead, in dem Frauen keine Rechte haben, aber sich gegenseitig überwachen – siehe Tanta Lydia. Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood hat nach über drei  Jahrzehnten die Fortsetzung ihres Millionenbestsellers „Der Report der Magd“ geschrieben: ein Agententhriller! Die ausführliche Rezension finden Sie hier.

Bild: Kiepenheuer & Witsch

Volker Weidermann: Das Duell. „Dem gebe ich nie mehr die Hand“, empörte sich Günter Grass, nachdem Marcel Reich-Ranicki seinen Roman „Das weite Feld“ sprichwörtlich zerrissen hatte. Er tat es dann aber doch. Über die wechselvolle Beziehung des Schriftstellers und des Kritikers, ihre zarte Freundschaft, ihre legendäre Feindschaft, schreibt Volker Weidermann in „Das Duell“. Hier geht es zur Buchbesprechung.

Bild: Klett-Cotta

Franz Dobler: Ein Schuss ins Blaue. Mit Robert Fallner hat der Augsburger Autor Franz Dobler eine Figur geschaffen, die heraussticht aus dem Überangebot aus deutschen Ermittlern, die im In- und Ausland  Verbrechen aufdecken. Und auch im dritten Band und dem dritten Fall bleibt Dobler seinem Stil treu – der Kriminalroman ist vielmehr Roman als Krimi.

Bild: Gerstenberg

Frida Nilsson: Sasja und das Reich jenseits des Meeres.  Sasjas kranke Mutter hat der Tod  eines Nachts zu früh zu sich geholt und nun reist der Junge dem Tod in seinem prächtig geschmückten Schiff mit einem Ruderboot hinterher. Er will sie zurückholen, den Tod überlisten, so wie er es seiner Mutter versprochen hat.  Ein Meisterwerk der schwedischen Kinder- und Jugendbuchautorin, in der sie in einer großartigen Volte – kinderbuchgerecht – auch zu einem versöhnlichen Ende führt. Die ausführliche Rezension finden Sie hier.

Bild: Dumont/Matthes&Seitz Berlin

Literatur aus dem Gastland Norwegen. In Frankfurt steht in diesem Jahr die Literatur aus Norwegen im Mittelpunkt mit ihren großen Stars Karl Ove Knausgård, Jo Nesbø oder Jostein Gaarder. Die Schriftsteller reisen im Sonderzug mit Kronprinzessin Mette Marit in der Messestadt an. Zwei der vielen möglichen Roman-Entdeckungen: „Durch die Nacht“ von Stig Sæterbakken und „Das Jahr“ von Tomas Espedal. Mehr lesen Sie hier. (AZ)

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