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Brettspiele

27.10.2018

Sechs Tipps von der größten Spielemesse der Welt

Würfeln, kombinieren, punkten: 1150 Aussteller aus 50 Ländern präsentieren aktuell über 1400 Neuheiten bei der weltweit größten Spielemesse in Essen.
Bild: Marius Becker, dpa

1150 Aussteller aus 50 Ländern präsentieren aktuell über 1400 Neuheiten bei der weltweit größten Spielemesse in Essen. Hier unsere Empfehlungen.

Für Teamspieler

Zu verlieren ist bei „Space Escape“ auf mehrere Arten möglich. Doch egal, wie die Spieler scheitern: Danach geht es weiter, denn gewinnen ist möglich und das Streben danach wird zur Sucht. In Kürze erklärt, geht es bei dem spannenden Laufspiel darum, mit den Figuren bestimmte Stellen auf dem Spielplan zu erreichen. Welche Figuren wie weit bewegt werden dürfen, geben die eine Runde im Voraus zufällig gezogenen Karten vor. Doch Achtung: Immer wieder müssen auch Schlangen bewegt werden, und die können für die Figuren gefährlich werden. Wichtig ist es, dass die Spieler ihre Züge gut vorausplanen und sich untereinander absprechen. Fazit: Ein toller Einstieg in die faszinierende Welt der kooperativen Spiele; die Sogwirkung ist enorm.

Space Escape von Matt Leacock, erschienen bei Game Factory. 2–4 Spieler ab 7 Jahren, ca. 20 Minuten, ca. 18 Euro

Für Kindergartenkinder

Vor vier Jahren wurde „Concept“ für den Preis „Spiel des Jahres“ nominiert. Nun gibt es den partytauglichen Bilder-Rate-Spaß in einer Version für Kinder. Diese haben die Aufgabe, auf dem Spielplan verschiedene Symbole zu markieren, um das Tier auf ihrer Karte zu umschreiben – etwa seine Größe, sein Aussehen oder seinen Lebensraum. Um auf eine Biene hinzuweisen, könnten die Spieler etwa die Symbole „klein“, „fliegt“, „Stachel“, „Wiese“ sowie die Farben „Gelb“ und „Schwarz“ markieren. Je nach Kartenwahl und Variante lässt sich der Schwierigkeitsgrad verändern. Fazit: prima geeignet, um Kinder spielerisch mit unterschiedlichen Tierarten vertraut zu machen.

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Concept Kids – Tiere von Alain Rivollet und Gaëtan Beaujannot, erschienen bei Repos Production/Asmodee. 2–12 Spieler ab 4 Jahren, ca. 20 Minuten, ca. 27 Euro

Für Familien

Die Einleitung von „Atlantica“ passt perfekt. Denn genau das, was dort beschrieben wird, geschieht: Die Spieler sind Teil eines Forscherteams, das unter Wasser nach verborgenen Schätzen sucht. Sie spielen Karten aus, um zu tauchen, heuern in der Kneipe neue Teammitglieder an und chartern im Hafen Frachtschiffe, um die Schätze abtransportieren zu können. Spielfiguren, Chips oder Würfel werden nicht benötigt. Zentral sind allein die Karten, die es schlau zu sammeln, auszuspielen und zu kombinieren gilt, um an möglichst viele Siegpunkte zu gelangen. Auch der Spielschluss passt zum abenteuerlichen Setting: Wird die Hurrikan-Karte aufgedeckt, naht die spannende Endabrechnung. Fazit: ein Spiel für die ganze Familie – sehr eingängig und gelungen.

Atlantica von Christian Fiore und Knut Happel, erschienen bei Piatnik. 2–5 Spieler ab 8 Jahren, ca. 35 Minuten, ca. 24 Euro

Für Spaßvögel

Eigentlich ist „Cool Runnings“ ein simples Laufspiel. Zahlen auf Karten geben vor, wohin man seine Spielfigur bewegen darf. Doch was ist das: Die Figuren können schmelzen! Jeder Spieler hat in seiner Laufschale nämlich einen zuvor präparierten Eiswürfel. Wirklich lustig ist diese Besonderheit nicht – wären da nicht die fiesen Möglichkeiten, den Eiswürfel eines Mitspielers mit Salz zu bestreuen, ins Wasser zu werfen oder mit dem Daumen klein zu rubbeln. Doch Achtung: Die Angriffe können auch abgewehrt und gespiegelt oder auf einen anderen Mitspieler umgeleitet werden. Schadenfreude ist also nur so lange eine Freude, wie sich der eigene Eiswürfel nicht in Wasser auflöst. Dann hat man nämlich verloren. Fazit: mitreißend, aufregend, spaßig.

Cool Runnings von Olivier Mahy, erschienen bei Ravensburger. 2–4 Spieler ab 8 Jahren, ca. 30 Minuten, ca. 28 Euro

Für Geschickte

Stäbe waren gestern, jetzt geht es um Bälle. Während es bei dem Klassiker „Mikado“ zentral ist, Stäbe vorsichtig aus einem Stab-Haufen herauszuziehen, müssen die Spieler bei „Balla Balla“ weiße Kugeln auf einen bunten Bälle-Haufen setzen – und zwar so, dass die Kugeln nicht herunterpurzeln. Was sich einfach anhört, ist nicht ohne. Die bunten Bälle werden nämlich von Stäben gehalten, die an einer wackligen Vorrichtung mit Haken baumeln. Unbedachte Stupser oder zu viele weiße Kugeln auf einer Stelle lassen die Ball-Traube instabil werden. Sprich: Nur die fingerfertigsten Spieler schaffen es, mit Hilfe eines Stabs alle eigenen weißen Kugeln auf der Traube abzulegen und damit das Spiel zu gewinnen. Fazit: wacklig, riskant, lustig.

Balla Balla erschienen bei Megableu. 2–4 Spieler ab 5 Jahren, ca. 10 Minuten, ca. 29 Euro

Für Glückspilze

Würfelergebnisse lassen sich nicht planen. Insofern ist Gewinnen bei „Impact: Battle of Elements“ vor allem eines: Zufall. Zunächst haben alle Spieler gleich viele Symbol-Würfel. Wer dran ist, wirft einen Würfel in die bereits mit einem Würfel gefüllte Spielschachtel. Zeigen die Würfel unterschiedliche Symbole, darf der Spieler einen weiteren Würfel in die Schachtel werfen oder alles liegen lassen und passen. Wer Pech hat und seinen letzten Würfel in die Schachtel wirft, aber keine gleichen Symbole schafft, scheidet aus. Glück hingegen haben Spieler, die immer wieder Würfel mit gleichen Symbolen abgreifen können. Das Ziel des Spiels ist es nämlich, der letzte Spieler zu sein, der noch Würfel hat. Fazit: kinderleicht, flott und spannend.

Impact: Battle of Elements von Dieter Nüßle, erschienen bei Ravensburger. 2–5 Spieler ab 8 J., ca. 15 Minuten, ca. 20 Euro

Weitere Tipps

- „Die Legende der Irrlichter“ von Kai Haferkamp, erschienen bei Haba. 2–4 Spieler ab 6 Jahren, ca. 20-30 Minuten, ca. 40 Euro

- „3x8“ von Christian Fiore und Knut Happel, erschienen bei Amigo. 2–4 Spieler ab 8 Jahren, ca. 30 Minuten, ca. 8 Euro

- „EXIT Kids – Code Breaker“ erschienen bei Kosmos. 1–4 Spieler ab 7 Jahren, ca. 15 Minuten, ca. 35 Euro

- „Okavango“ von Michael Kiesling und Wolfgang Kramer, erschienen bei Jumbo. 2–4 Spieler ab 10 Jahren, ca. 45 Minuten, ca. 40 Euro

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