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Pro-Kommentar

20.02.2021

Sich regelmäßig auf die Waage stellen? Aber sicher

Regelmäßiges Wiegen macht gelassener, vor allem diejenigen, die nicht immer rundum mit ihrem Körper glücklich sind.

Man kann es mit allem übertreiben: Sich also jeden Morgen auf die Waage stellen, nur mit leichtem Schlaf-Shirt bekleidet, sich dann am besten so unauffällig mit der Hand am Waschbecken abstützen, dass man es selbst kaum bemerkt, und dann vom Ergebnis die Laune des Tages abhängig machen. 200 Gramm zu viel können dann auf der Stimmung lasten wie 200 Kilo.

Wer das macht, weiß insgeheim schon auch: eigentlich Quatsch! Gott hat dem Menschen nicht aus Versehen auch ein bisschen Lässigkeit mitgegeben. Jedoch: Wer nicht zu den Menschen zählt, die mit ihrem Körper stets rundum glücklich sind, sondern zu jenen, die fürs eigene Empfinden immer mal wieder zu dünn oder zu dick sind, den macht regelmäßiges Wiegen, mindestens einmal die Woche, tatsächlich gelassener.

Die Waage tritt mit dem Wiegenden in eine Art inneren Monolog

Die Waage nämlich gibt Sicherheit und dient zugleich als Warnsystem, tritt mit dem oder der Wiegenden quasi in eine Art inneren Monolog. Aha, drei Krapfen gegessen und dann auch noch Nudeln mit Käsesoße, da musst du dich nicht wundern, dass ich eineinhalb Kilo mehr anzeige, sagt die Waage zum Beispiel und der oder die Wiegende verspricht: Schon gut, der dritte Krapfen wäre sonst weggeworfen worden und ja, die nächsten Tage passe ich ein wenig auf.

Unerwünschte Ausschläge des Gewichts nach oben oder unten sind also schnell und ohne Gedöns zu korrigieren. Findet dieses Gespräch dagegen nur alle paar Wochen statt, können Drama und Diät drohen: Wie fünf Kilo, ich glaube, ich spinn, die gehen nie mehr weg ... Was folgt sind irre Essenspläne – morgens gar nichts, abends wenig, dazwischen zehn Eier oder so – und ab und zu wird Schoko stibitzt als sei es eine verbotene Substanz. Auch das ist Quatsch! Lieber: Regelmäßig wiegen, regelmäßig gut essen!

Lesen Sie auch den Contra-Kommentar von Naomi Rieger

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