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Action-Tipp für Kinder

14.05.2020

Tipp 60 in der Corona-Zeit: So baust du einen Abstandshut

Eine 4. Klasse an der Montessorischule Dinkelscherben hat einen Abstandshut gebastelt. Hier siehst du zwei Mädchen mit 50 Zentimeter langen Abstandshaltern. Laut Corona-Regeln sollen eineinhalb Meter Abstand gehalten werden. Dann können die Kinder einfach noch zwei Pfeifenputzer dranknoten.
Bild: Montessorischule Dinkelscherben

Viele Kinder haben wegen der Corona-Krise mehr Zeit. Hier gibt es jeden Tag einen Tipp gegen Langeweile. Folge 60: Wie baut man einen Abstandshut?

Kinder aus der 4. Klasse der Montessorischule Dinkelscherben haben Abstandshüte gebaut. Die Idee haben sie von einer Schule aus der chinesischen Stadt Hangzhou. Die Bastelanleitung haben sie sich selber überlegt. Sie wollen die Hüte auch in der Schule tragen. Hier verraten sie, wie du auch einen Hut basteln kannst:

  • Du brauchst: Bis zu sechs Pfeifenputzer mit je bis zu 50 Zentimetern Länge, einen Pappstreifen mit 60 Zentimetern Länge und drei bis fünf Zentimetern Breite, zwei kleine Pappstreifen mit zehn Zentimetern Länge, Tacker, Farbstifte.
  1. Schritt: Bemale den Papierstreifen! Du kannst zum Beispiel deinen Namen draufschreiben oder ein schönes Muster drauf malen.
  2. Schritt: Miss deinen Kopfumfang und tackere den Papierstreifen passend zusammen. So entsteht ein großer Ring, den du wie eine Krone auf den Kopf setzen kannst.
  3. Schritt: Falte die kleinen Pappabschnitte in der Mitte und befestige sie mit dem Tacker an dem Kopfband. Und zwar so, dass sie sich gegenüber liegen.
    So sieht die Konstruktion am Kopfteil aus.
    Bild: Montessorischule Dinkelscherben
  4. Schritt: Lege nun drei Pfeifenputzer aneinander und verknote die Enden, sodass du eine eineinhalb Meter lange Schnur bekommst.
  5. Schritt: Befestige nun die Pfeifenputzer in den Halterungen und tackere sie dort fest!
  • Tipp: Der chinesische Abstandhut reicht nur in zwei Richtungen. Um leichter Abstand nach vorne zu halten, würde es aber auch Sinn machen, einen Abstandshalter nach vorne anzubauen.
  • Mehr Action-Tipps für die Corona-Ferien findest du hier.


Alle reden über eineinhalb Meter

Eineinhalb Meter. Von dieser Länge ist gerade oft die Rede. 1,50 Meter ist der Abstand, den die Menschen voneinander halten sollen, um sich vor dem Coronavirus zu schützen. Denn so weit können Tröpfchen aus Spucke und Rotz mindestens fliegen, die wir beim Sprechen, Husten und Niesen in die Luft schleudern. Ist man weiter weg, kann man sich nicht so leicht mit Viren anstecken, die in den Tröpfchen enthalten sind.

Aber wie viel sind eineinhalb Meter überhaupt? Wenn du um die 11 oder 12 Jahre alt bist, dann bist du selbst etwa 1,50 Meter groß. Streckst du beide Arme nach rechts und links aus, dann ist der Abstand zwischen den Fingerspitzen deiner Hände 1,50 Meter. Damit könntest du den Abstand gut messen.

Aber was machst du, wenn du keine 1,50 Meter groß bist? Ein Kinderfahrrad ist ungefähr eineinhalb Meter lang. Oder eine Schwimmnudel. Oder ein Schaf. Blöd ist nur, dass man so selten ein Schaf dabei hat, um zu testen, wie lang 1,50 Meter sind. Am besten misst du die eineinhalb Meter mal selber mit einem Zollstock oder einem Maßband ab. So bekommst du ein Gefühl für die Länge.

Eine Schule in der chinesischen Millionenstadt Hangzhou hatte noch eine andere Idee, wie sie ihren Kindern das Abstandhalten erleichtern kann. Bevor die Schule losging, forderte sie die Eltern auf, ihren Kindern Abstandshüte zu basteln. Solche Hüte trugen einst wichtige Angestellte am chinesischen Kaiserhof. Die Eltern bastelten den Kindern also lange Modellier-Luftballons oder lange Pappstreifen an die Hüte. Die Schulleitung nannte diese Hüte „Ein-Meter-Hut“. An der Yangzheng-Grundschule gilt die Regel, einen Meter Abstand zu halten. In Deutschland müssten Kinder also „Eineinhalb-Meter-Hüte“ tragen – mit eineinhalb Meter langen Abstandshaltern rechts und links. Und am wichtigsten wäre wohl ein Abstandshalter nach vorne. (dpa, lea)
 

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