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Natur

17.01.2021

Wald in Flammen – ist das alles der Klimawandel?

Buschfeuer in Australien: An vielen Orten der Welt kommt es immer wieder zu großen Waldbränden.
Bild: Jason Edwards/News Corp Australia/State Control Center Media, dpa

Lange haben Waldbrände de facto Kohlendioxid aus der Luft gezogen. Aber nun brennt es häufiger und stärker als früher. Über Ausmaß und Gründe.

Auf der Erde brennen Wälder in einem bislang nicht gekannten Ausmaß. „Die Feuer 2019/2020 in Australien hatte man in dieser Größenordnung noch nicht gesehen“, sagt Feuerökologe Johann Georg Goldammer. Wenn ein Industriestaat wie die USA die Feuer in Kalifornien 2020 über Monate nicht löschen könne, zeige das ebenfalls, „die sind anders als früher“. Die Brände im Norden Eurasiens und auf Grönland in den vergangenen Jahren seien so bislang auch noch nicht registriert worden. „Der Klimawandel führt uns in eine völlig neue Situation“, sagt Goldammer, Direktor des Global Fire Monitoring Center (GFMC), das am Max-Planck-Institut für Chemie und an der Universität Freiburg angesiedelt ist.

Kalifornien: 2020 brannten rund 1,6 Millionen Hektar Wald

„Brände sind zwar ein natürliches Phänomen“, sagt Geoökologin Kirsten Thonicke vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). 2020 hätten sie aber ungewöhnlich große Ausmaße gehabt, in einigen Regionen zum wiederholten Mal, sagt sie. So brannten in Kalifornien Thonicke zufolge bereits 2018 rund 800.000 Hektar Land und 2020 geschätzt die doppelte Fläche. Der fünfjährige Durchschnitt für 2014 bis 2018 liege bei 416.000 Hektar Land. 2020 brannten einige Megafeuer bis in den November hinein. „Das ist eine neue Qualitätsstufe“, sagt Thonicke. Im Dezember gab es dann neue Feuer.

Zwei Feuerwehrleute durchforsten nach den heftigen Waldbränden im US-Bundesstaat Kalifornien die Trümmer, um nach Habseligkeiten der Anwohner zu suchen.
Bild: Noah Berger/AP, dpa

Deutschland: Die größte Brandfläche lag in Brandenburg

Auch Deutschland, etwas kleiner als Kalifornien, erlebte im Hitzejahr 2019 extreme Waldbrände, allerdings mit einer wesentlich geringeren Gesamtfläche von 2711 Hektar – dennoch war es laut Umweltbundesamt die zweitgrößte Ausdehnung seit Beginn der Statistik im Jahr 1977. „Die lange Trockenheit der Sommermonate und Fahrlässigkeit sind die Hauptursachen für das außergewöhnliche Waldbrandjahr“, schreibt das Amt. 2019 habe die größte Brandfläche in Brandenburg gelegen. Den Beitrag des Klimawandels kann man laut Thonicke dort aber nicht klar nachweisen.

Rauch steht über einem Waldstück bei Gummersbach.
Bild: Markus Klümper, dpa

Sibirien: Es entstehen Grassteppen, sogenannte "grüne Wüsten"

In Sibirien kam es laut Thonicke bereits 2019 zu einer ungewöhnlich großen Zahl an Feuern. 2020 sei die Hitzewelle im Juni noch wesentlich stärker gewesen. „Sonst hat es dort etwa alle 20 Jahre so große Feuer gegeben und jetzt zwei Jahre hintereinander“, sagt Thonicke. „In Sibirien beobachten wir schon lange, dass die Kombination von Großkahlschlägen und Feuer zur Bildung von Grassteppen führt“, sagt Goldammer. Die Entwicklung werde durch den Klimawandel befördert. „Falsche Forstwirtschaft, Feuer und Klimawandel verstärken sich gegenseitig.“

Australien: Fast 20 Prozent der Eukalyptus-Wälder brannten, früher waren es zwei Prozent

In Australien brannten im Sommer 2019/2020 fast 20 Prozent der Eukalyptus-Wälder des Landes, wie Thonicke sagt. In den zwei Jahrzehnten zuvor seien es im Schnitt nur 2 Prozent gewesen. Die extremen Brände in Südaustralien hätten viele Gewitterwolken hervorgerufen. „Diese Pyrowolken haben sogar ein eigenes Wetter generiert und damit 17 weitere Gewitter ausgelöst, die neue Feuer entfachten.“ Nach Schätzungen der Umweltstiftung WWF lebten auf den 19 Millionen Hektar verbrannten Wald und Buschland von Australien knapp drei Milliarden Säugetiere, Reptilien und andere Wirbeltiere. Viele verbrannten, andere seien Rauch-vergiftungen, Hitzestress und Dehydrierung ausgesetzt gewesen.

Erderhitzung wirkt sich aus

„Der Klimawandel hat statistisch nachweisbar einen entscheidenden Beitrag geleistet“, sagt Thonicke mit Blick auf Brände in Sibirien, der Arktis, Australien und Kalifornien. Oft folgten die großen Brände auf eine lange Dürre oder starke Hitzewelle. „In der Nordhemisphäre hängen die außergewöhnlichen Dürren mit dem Jetstream zusammen“, erläutert Thonicke. Das ist eine hohe Luftströmung, die mäandernd um die Nordhalbkugel weht. Da sich die Polargebiete stärker erwärmen als mittlere Breiten, wird der Temperaturunterschied zwischen ihnen geringer. Daher verharren die Mäander nach Aussagen von Klimaforschern häufiger an einer Stelle, sodass auch Tief- und Hochdruckgebiete wochenlang stehen bleiben können. Eine ähnliche Blockadesituation hat es laut Thonicke in Australien gegeben.

Die mit dem Klimawandel einhergehenden Dürren haben laut Goldammer weltweit gesehen gleich zwei entscheidende Wirkungen auf das Brandgeschehen. „Sie versetzen einerseits bislang nicht von Feuer betroffene Ökosysteme wie Regenwald oder Tundra in Brennbereitschaft“, sagt der Feuerökologe. „Anderseits sind bei extremer Trockenheit bereits degradierte Ökosysteme und Offenlandschaften wie Savannen weniger brennbar, weil keine oder wenig Vegetation nachwächst.“ Letzteres sei ein Grund dafür, warum Satelliten des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus insbesondere in Afrika seit 2003 weniger Brandgeschehen anzeigen.

Feuer brennt im Nationalpark Chapada dos Veadeiros.
Bild: Myke Sena, dpa

Brasilien: "Keine Waldbrände, sondern Waldverbrennung"

Im Amazonas-Gebiet von Brasilien habe es 2020 noch mehr Brände gegeben als bereits 2019, sagt Thonicke. Hier komme noch ein Sonderfall hinzu, da die Regierung Bauern ermuntere, den Wald landwirtschaftlich nutzbar zu machen, während gleichzeitig Umweltbehörden und Feuerwehr finanzielle Kürzungen hinnehmen mussten. „Das sind keine Waldbrände, das ist Waldverbrennung“, betont GFMC-Direktor Goldammer. Bei dieser aktiven Umwandlung der Wälder in Plantagen oder Weiden gehe nicht nur Artenvielfalt verloren, sondern es werde auch viel Kohlendioxid produziert. Weiden speichern Goldammer zufolge etwa 6 bis 12 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar, Regenwald 300 bis 600 Tonnen. Der Mensch trägt Goldammer zufolge jedoch auch zur Verringerung von Bränden bei. In vielen Regionen der Welt werde die Natur zunehmend genutzt. Die damit verbundene Fragmentierung der Natur- und Kulturlandschaften führe zur Reduktion großflächiger Ausbreitung von Feuern.

Waldbrände wie etwa in Sibirien sind auch nötig, um zu verjüngen

Natürliche – nachhaltige – Waldbrände entziehen Goldammer zufolge der Atmosphäre langfristig Kohlendioxid: Wenn ein Wald wieder wachse, nehme er das beim Brand entstandene CO2 wieder auf. Bei vielen Wäldern wie etwa in Sibirien sei Feuer sogar nötig, um sie zu lichten und zu verjüngen. „Die übrig gebliebenen Bäume werden dann vitaler.“ Bei den Bränden entstehe zudem Holzkohle, die in den Boden oder über Flüsse ins Meer gelange und sich ablagere. So sei der Atmosphäre durch Waldbrände lange Zeit insgesamt sogar CO2 entzogen worden, erklärt Goldammer. Wenn es die für das Waldwachstum nötige Zeit zwischen den Bränden jedoch nicht mehr gebe, gelange insgesamt gesehen durch die Feuer Kohlendioxid in die Atmosphäre. Graslandschaften etwa benötigten weniger als ein Jahr, um sich wieder herzustellen, manche Wälder dagegen Jahrzehnte. In extremen Fällen, etwa in tropischen Moorlandschaften oder in der Arktis, sei eine vollständige Erholung mitunter erst nach Jahrhunderten zu erwarten.

"Ein Feuerregime hat sich entwickelt"

Auch die Intensität des Feuers sei dabei entscheidend. „In Australien treiben die Eukalyptusbäume nicht in dem Maß aus, wie es nach einem gewöhnlichen Feuer zu erwarten wäre“, sagt Goldammer. Die Heftigkeit des Feuers habe auch die organische Substanz im Boden geschädigt. Aufgrund der Feuerstärke und der Wiederholung in kurzer Zeit sei derzeit noch unklar, wie viel CO2 der wachsende Wald aus der Atmosphäre aufnehmen könne.

„Dieses Feuerregime, das sich jetzt entwickelt, das setzt CO2 frei“, sagt Goldammer. Wie viel genau auf den einzelnen Kontinenten, das könne man erst durch längere Beobachtung feststellen. „Die Landschaftsbrände haben heute eine völlig andere Dimension als noch vor fünf Jahren.“ (dpa)

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20.01.2021

>>Wir befinden uns Klimatechnisch im Holozän. " populärwissenschaftlich auch Nacheiszeitalter genannt"<<

Die Klimawissenschaftler sehen uns eher im Ausgang einer Eiszeit. Während der Heißzeiten vor weit über 1 Million Jahre gab es noch keine Menschen. Es hat meinen Blick geändert, was ich über die Klimageschichte im Tagesspiegel gelesen habe:

28.7.17 https://www.tagesspiegel.de/wissen/rhythmen-des-klimas-auf-der-erde-war-es-meist-eher-heiss-als-kalt/20116362-all.html
Rhythmen des Klimas
Auf der Erde war es meist eher heiß als kalt

>>"Vor 6000–7000 Jahren war die Arktis für längere Zeit womöglich periodisch eisfrei."<<

Die so bei Wikipedia stehende Aussage hat mich irritiert. Ich habe die Quelle angeklickt. Die Zeitschrift scheint es nicht mehr zu geben. Der Artikel stammt von 2008. Damals konnten sich Wissenschaftler Uferstrukturen im nördlichen Grönland nicht anders erklären als dass dort lange Zeit das Meer e i s f r e i angebrandet sein müsse.
Doch ich habe keine Artikel oder Studien aus den anschließend 12 Jahren gefunden, die die Aussage aus Wikipedia "Vor 6000–7000 Jahren war die Arktis für längere Zeit womöglich periodisch eisfrei." bestätigen würden.

Kenn Sie, Nicola L., welche?

Raimund Kamm


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19.01.2021

Die Kunst der internet- und wikipediagestützten selektiven Wahrnehmung beherrschen Foristen wie sie perfekt:
Einfach im Internet nach Beweisen für die selbstgebastelte Realität suchen und z. B. bei Wikipedia-Einträgen an der richtigen Stelle mit Lesen und Zitieren aufhören - und schwups sind die Erkenntnisse seriöser Institute, Universitäten und ganzer Generationen von Wissenschaftlern widerlegt und ad absurdum geführt.

Aus dem verlinkten Wikipedia-Beitrag, allerdings ziemlich am Schluss:

"Ende des 18. Jahrhunderts hatte sich die Weltbevölkerung innerhalb von 150 Jahren verdoppelt und England trug die Industrielle Revolution in die Welt. Durch die Entwaldung für die Ausweitung der Landwirtschaft (Nahrung, Baumwolle) und die Verbrennung fossiler Brennstoffe (zunächst Kohle, später zunehmend auch Kohlenwasserstoffe) ist bereits für das 19. Jahrhundert ein signifikanter Anstieg des atmosphärischen Kohlendioxids (CO2) feststellbar. Die anthropogenen CO2-Emissionen werden gemeinsam mit den seit dem Beginn der Industrialisierung ebenfalls stark gestiegenen Methan- und Lachgasemissionen für die globale Erwärmung verantwortlich gemacht, die besonders deutlich ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beobachtet wird.
. . .
All dies sind konkrete Belege dafür, dass der Mensch im Verlauf der letzten 200 Jahre ein bedeutender Einflussfaktor für die geologische Überlieferung geworden ist. . . ."

Bei der Anpassung an die von Herrn Michael W. prognostizierten neuen Verhältnisse und die verschobenen freundlichen Gebiete wünsche ich ihnen beiden viel Erfolg. Und sollte dazu - wenn schon nicht für sie, dann für ihre Nachkommen - nur der Umzug in entferntere Erdgegenden bleiben, immer eine Fremden gegenüber nette, hilfsbereite einheimische Bevölkerung. Vergessen sie deshalb eines nicht: Wir sind fast überall auf der Erde Fremde.

Mein persönlicher Wunsch wäre zunächst allerdings, dass morgen mit Trump, einem notorischen Lügner, Rassisten, Produzenten von Fake news, Realitätsverweigerer und Namensgeber großen globalen Schwachsinns, der Trumpismus, von der Erde und unserer noch schönen, bewohnbaren Heimat für alle Zeiten in der Fäkaliengrube der Weltgeschichte verschwinden möge.

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18.01.2021

Wir befinden uns Klimatechnisch im Holozän. " populärwissenschaftlich auch Nacheiszeitalter genannt"

"Nachdem die letzte Kaltzeit (in Nordeuropa etwa die lokale Weichsel-Kaltzeit) etwa 16.000 v. Chr. ihren Höhepunkt überschritten hatte, begann eine phasenweise Klimaerwärmung. Währenddessen kam es immer wieder zu sprunghaften Klimaschwankungen, den sogenannten Dansgaard-Oeschger-Ereignissen. "

Wir befinden uns immer noch im Holozän, welches durch starke Klimaschwankungen geprägt ist. Also alles nicht neu. Wenn dann Wetterfrösche, mit einem Horizont von 50 Jahren, die Apokalypse beschwören, kann man nur den Kopf schütteln.

https://de.wikipedia.org/wiki/Holoz%C3%A4n

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17.01.2021

>> Lange haben Waldbrände de facto Kohlendioxid aus der Luft gezogen.<<

Diese verblüffende Aussage wird in dem Artikel nicht überzeugend begründet. Ich bezweifle sie.

Bei einem Waldbrand entsteht CO2. Auch bei der Holzkohleproduktion entsteht CO2. Dass ein nach dem Feuer neu wachsender Wald mehr CO2 bindet als vorher durch die Verbrennung des Holzes und teilweise auch des Kohlenstoffs im Boden entstanden ist, ist kaum vorstellbar. Für Regenwald, in dem der meiste Kohlenstoff im Holz und in den Blättern enthalten ist, trifft dies sicherlich nicht zu. Wenn zudem nach einem Waldbrand auch noch der Boden teilweise weggeschwemmt oder weggeblasen wird, entsteht für Jahrzehnte und Jahrhunderte dort kein neuer Wald.

Natürlich muss man auch die CO2-Freisetzung und die CO2-Bindung im Zeitablauf betrachten. In den ersten Jahren ist durch einen Waldbrand die CO2-Freisetzung sicherlich höher als die CO2-Bindung. Wenn ein Wald in einer schnellen Wachstumsphase ist, kann er zeitweise mehr CO2 binden. Doch, was ist in beispielsweise 100 Jahren?

Für den Klimaschutz sind die nächsten Jahrzehnte entscheidend. Wenn infolge der weiteren Freisetzung von viel zu viel CO2 und anderer Treibhausgase wie Methan (CH4) oder Lachgas (N2O) die Temperatur auf unserer Erde weit mehr als 1,5 ° oder gar 2 ° C über das Niveau steigt, das wir auf unserer Erde vor dem Beginn der Verbrennung fossilen Kohlenstoffs (Kohle, Erdöl, Erdgas) hatten, drohen Kipppunkte.

Ein Kipppunkt des Klimasystems ist das arktische Meereis. Bisher reflektierte es die meisten Sonnenstrahlen wieder ins All. Wenn jedoch das Eis schmilzt, treffen die Sonnenstrahlen dort aufs Wasser und dieses erwärmt sich und das übrige Eis schmilzt noch schneller.

Insofern sind die kommenden Jahrzehnte für den Klimaschutz entscheidend. Wenn wir nicht aufpassen, steigt die Erdtemperatur so schnell so weit, dass schon in wenigen Jahrzehnten in großen Gegenden unserer Erde durch Hitzewellen, Dürren, Wassermangel und Ernteausfälle aber auch durch Fluten und Stürme die Menschen vertreiben werden.

Für Interessierte:
Was wir heute übers Klima wissen - BASISFAKTEN ZUM KLIMAWANDEL, DIE IN DER WISSENSCHAFT UNUMSTRITTEN SIND Stand: September 2020. https://www.deutsches-klima-konsortium.de/fileadmin/user_upload/pdfs/Publikationen_DKK/basisfakten-klimawandel.pdf

Raimund Kamm

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18.01.2021

"Vor 6000–7000 Jahren war die Arktis für längere Zeit womöglich periodisch eisfrei."

Ja mei, des Klima macht halt nie was es soll. Vielleicht sollten wir es mal mit Beten probieren. Die Ägypter und Azteken waren damit recht lange erfolgreich?

https://de.wikipedia.org/wiki/Arktis

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17.01.2021

Dass sich das Klima wandelt ist unbestritten, die Frage ist nur, ob es hauptsächlich der Mensch ist, der dafür verantwortlich ist.
Das Klima hat sich auf unserer Erde die letzten 10000Jahre immer wieder in einem auf und ab geändert, ohne dass der Mensch dafür kann.
Wenn man alle aktuellen Aussagen über die Erwärmung nur auf Basis der Änderung zur letzten Kaltzeit ~ 1850 fällt ist das entweder bewusst unehrlich oder schlicht dumm. Es gab schon vor der industriellen Revolution Wärmeperioden z.B. zur Zeit der Römer, da war es deutlich wärmer und auch die Polkappen und Gletscher waren immer einem Aufbau und Abschmelzen unterworfen.
Bevor wir alle Energie und Geld darauf verwenden etwas aufzuhalten, was nicht aufzuhalten ist sollten wir lieber über eine Anpassung an die neuen Verhältnisse nachdenken. Unsere Erde wird nicht unbewohnbar es werden sich nur die freundlichen Gebiete verschieben.

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18.01.2021

"Bevor wir alle Energie und Geld darauf verwenden etwas aufzuhalten, was nicht aufzuhalten ist sollten wir lieber über eine Anpassung an die neuen Verhältnisse nachdenken."

Das wäre ja Realpolitik! Damit bringen Sie niemanden zum Hüpfen. Ist doch besser wenn man Schule schwänzt und mit Mamas SUV zu FFF Demos fährt und anschließend, bei Mc Restaurants, Regenwald Rindfleisch verzehrt.

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18.01.2021


NICOLA L.
>>Ist doch besser wenn man Schule schwänzt und mit Mamas SUV zu FFF Demos fährt und anschließend, bei Mc Restaurants, Regenwald Rindfleisch verzehrt.<<

Es klingt wieder mal sehr nach AfD oder andere rechten Konsorten, denn diesen scheint es egal zu sein ob anderen Völkern der Lebensraum weggenommen wird.
Warum muss man dem Unsinn auch noch hinterher laufen, anstatt endlich die Augen aufzumachen und den Ratschlägen von Experten zuhören. Es wird höchste Zeit seinen Egoismus hinten an zu stellen, so wie viele junge Menschen es machen und dabei noch in der Lage sind über den Tellerrand zu schauen.

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19.01.2021

>> Es klingt wieder mal sehr nach AfD oder andere rechten Konsorten, denn diesen scheint es egal zu sein ob anderen Völkern der Lebensraum weggenommen wird. <<

Herr M. das müssten Sie doch wissen; Völker sagt man nicht - und das mit dem Raum ist auch ganz schwierig...

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19.01.2021

Herr M., ihrer Theorie nach müssten Kopernikus und Galilei auch AfD Mitglieder gewesen sein, die hatten nämlich entgegen der vorherrschenden Meinung das "Geozentrische Weltbild" abgelehnt.
Merken Sie sich doch für die Zukunft - nicht jeder der iIhre Meinung nicht teilt ist AfDler. So einfach ist die Welt nicht!

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19.01.2021

@MICHAEL W.

>>Herr M., ihrer Theorie nach ........<<

das ist nicht meine Theorie, sondern das Ergebnis wissenschaftlicher Studien. Dass mittlerweile ganze Landstriche vom Meer überspült werden dürfte für sie wohl Neuland sein. Googeln können sie selbst.

Wollen sie etwa ableugnen, dass die AfD den von Menschen verursachten Klimawandel leugnet?

Warum die AfD den anthropogenen Klimawandel leugnet:

https://www.sueddeutsche.de/wissen/alternative-fuer-deutschland-die-anti-wissenschafts-partei-1.2930329

So einfach macht es sich die AfD zum Klimawandel.

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19.01.2021

>>Herr M. das müssten Sie doch wissen; Völker sagt man nicht - und das mit dem Raum ist auch ganz schwierig...<<

Peter P., da ist ihnen wohl nicht besseres eingefallen.

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19.01.2021

@Richard M.
Sie haben zwei Sachen scheinbar nicht verstanden.
1) Das Klima ändert sich, es ist aber eine offene Frage, inwieweit der Mensch mit dazu beiträgt
2) Selbst wenn alle AfDler den Mensch-gemachten Klimawandel leugnen, so sind im Umkehrschluß nicht alle Zweifler AfDler.
Alle Bäcker sind Menschen aber nicht alle Menschen sind Bäcker - ist doch gar nicht so schwer

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19.01.2021

MICHAEL W.

>>1) Das Klima ändert sich, es ist aber eine offene Frage, inwieweit der Mensch mit dazu beiträgt<<

Dass der Mensch dazu beiträgt dürfte offensichtlich sein. Das ist zumindest die Meinung von den meisten Experten. Man kann zwar darüber streiten wie hoch der Anteil ist. Aber gänzlich ableugnen, passt eben längst nicht mehr.

>>2) Selbst wenn alle AfDler den Mensch-gemachten Klimawandel leugnen, so sind im Umkehrschluß nicht alle Zweifler AfDler.<<
Das mag ja richtig sein. Nur habe ich nicht behauptet, dass alle Zweifler AfD ler sind. Was sollen denn diese Unterstellungen?

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19.01.2021

MICHAEL W.

"Das Klima ändert sich, es ist aber eine offene Frage, inwieweit der Mensch mit dazu beiträgt"

"Die Klimaveränderungen in der Vergangenheit wurden durch externe Antriebe natürlicher Art verursacht. Daraus jedoch abzuleiten, dass es keine menschen-bedingten Klimaänderungen gibt, ist etwa so, als würde man behaupten, Menschen könnten keine Waldbrände verursachen, weil es Waldbrände mit natürlicher Ursache gibt und schon immer gab."

Dass der Mensch durch Nutzung fossiler Brennstoffe, Abholzen von Regenwäldern, Viehzucht u. v. m. zunehmend die Menge der in der Atmosphäre natürlich vorkommenden Treibhausgase erhöht ist unstreitig. Dadurch verstärkt sich der sog. Treibhauseffekt, die Temperatur auf der Erde wird höher. Wir sprechen von globaler Klimaerwärmung - unser Planet heizt sich auf. In der Erdgeschichte kein einmaliger Vorgang - es geschah schon öfter. Allerdings entscheidend und neu sind Intensität und Tempo der Veränderung während der letzten 150-200 Jahre. Die seriöse Wissenschaft ist sich zu beinahe 100% darüber einig, dass die Rasanz der Veränderung von uns Menschen zu verantworten ist.

"Frühere Klimaveränderungen zeigen uns also nicht, dass die Menschheit das Klima nicht beeinflussen kann. Im Gegenteil: Sie zeigen uns, dass das Klima empfindlich auf die Zunahme von Treibhausgasen reagiert."

https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-das-klima-hat-sich-immer-schon-gewandelt

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19.01.2021

@Richard M.
Sie waren es, der die Verbindung von "Klimaleugner" zu AfD und rechten Konsorten gezogen hat.

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